Team Akademie Genossenschaft made in Finland

Der finnische Staat förderte in den 90er Jahren die Gründung neuer Genossenschaften und leistete die dafür notwendige Hilfestellung. Die damalige angespannte wirtschaftliche Lage inspirierte Arbeitslosenvereine, Arbeitsämte und andere lokale Stellen Genossenschaften zu gründen. Referenten waren Vertreter des Arbeits-, Gesundheits- und Sozialministeriums sowie Hochschullehrer. Das Konzept hat sich sowohl national als auch international bewährt. Heute ist die “Team Academy” eine internationale Bewegung die 2021 in zwölf Ländern umgesetzt wird, unter anderem auch an der Universität Bremerhaven. Im spanischen Baskenland wurde das Konzept in der MONDRAGON Universität weiterentwickelt. Dort wurde zusammen mit der finnischen TiimiAkatemia die Mondragon Team Academy (MTA World) gegründet. Es handelt sich um ein globales Netzwerk. Zielsetzung ist es den Kooperationsgedanken mit Praxiserfahrung zu verknüpfen und als eigenständiges genossenschaftliches Ökosystem zu fördern. Ganz im Sinne der UN Nachhaltigkeitsziele.

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Berlin verbiegt Erbbaurecht zulasten von Genossenschaften

Als Haupthindernis gilt, dass dem üblichen Erbbaurecht übel mitgespielt und es fast in sein Gegenteil verkehrt wird. Das Erbbaurecht in Berlin senkt seine Laufzeiten von den üblichen 90 Jahren auf 60 Jahre. Damit wird sein Sinn ad absurdum geführt. Genossenschaftswohnungen sollen nachhaltig gebaut werden und somit auch langfristig Bestand haben. Grund und Boden ist in Ballungszentrum wie Berlin sehr knapp und somit extrem teuer. Eine Objektfinanzierung auf einem Erbbaugrundstück lässt sich deutlich einfacher rechnen, denn Genossenschaftswohnung bedienen nicht unbedingt das gehobene Preissegment. Mit der neuen Regelung wäre eine sinnvolle Finanzierung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus in zentraler Lage kaum noch möglich. Verständlich ist dagegen die Forderung nach Bestandsschutz für Genossenschaftswohnungen, die auf städtischen Erbpachtgrundstücken errichtet werden. Diese sollten grundsätzlich nicht von den Genossenschaftsmitgliedern per Beschluss der Generalversammlung in Privateigentum umgewandelt werden können.

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Bundesjustizministerin schweigt zu LPG-Transformationspraktiken

Die deutsche Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat ein am 25.August 2020 verfasstes und an die Bundesministerin direkt gerichtetes Schreiben von Lothar Giegling aus dem thüringischen Schleiz bis zum heutigen Tag nicht beantwortet. Das bestätigt der Autor des Briefes am Dienstag gegenüber der Redaktion GenoNachrichten. Im Mittelpunkt der Anfrage an das Bundesjustizministerium steht die rechtlich völlig irreguläre Umwandlung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) der ehemaligen DDR. Nach Gieglings Auffassung handelt Deutschlands Justiz – insbesondere deren Verwaltungsgerichtsbarkeit – “im Namen der ostdeutschen Agrarlobby”, die sich bis heute mehrheitlich aus den Reihen der alten landwirtschaftlichen DDR-Bürokratie rekrutiert.

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Hubschrauberpilot wird 600. Mitglied der Ötzi Genossenschaft

Die Südtiroler Energiekooperative, die im Jahr 2019 gegründet wurde, beliefert Haushalts- und Gewerbekunden. Ihre Parole lautet: 100 Prozent erneuerbare Energie aus 100 Prozent einheimischer Produktion mit Niedrigpreisgarantie im ganzen Land anbieten. Ötzi-Strom ist damit eine Alternative für Stromverbraucher, die sich keiner lokalen Energiegenossenschaft anschließen können. Das betrifft die Mehrheit der Südtiroler Bevölkerung. Die Genossenschaft gewährleistet einen Niedrigpreis, der fünf Prozent unter dem Grundpreis des sogenannten “geschützten Marktes” liegt. Damit gehört Ötzi Strom nach dem offiziellen staatlichen Vergleichsportal zu den günstigsten Anbietern von Ökostrom zu variablen Preisen

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Die Zukunftsfähigkeit der Rechtsform Genossenschaft

Allgemein

Angesichts der Bedeutung des Genossenschaftswesens in Deutschland verwundert es, dass sich die Zahl der Publikationen zu diesem Thema in Grenzen hält. Zumeist handelt es sich um Aufsätze in Fachzeitschriften, selten dagegen um Grundlagen­werke, die das Genossenschaftswesen in der Vielfalt seiner Eigenheiten und Möglichkeiten einem großen Kreis von Lesern zugänglich machen. In Heft 7/2020 der „Wismarer Diskussionspapiere“ behandelt der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Günther Ringle, emeritierter Professor für Betriebswirtschaftslehre und langjähriger Leiter des Arbeitsbereichs Genossenschaftswesen an der Universität Hamburg auf 36 Seiten das Thema „Perspektiven des genossenschaftlichen Kooperationsmodells“.

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Österreich 85 Prozent Genossenschaftler nicht um ihre Kooperative besorgt

85 Prozent der Genossenschaftsmitglieder in Österreich sorgen sich wegen der Corona-Krise nicht um den Fortbestand ihrer Kooperative. Das hat eine aktuelle Expertenbefragung der Universität Wien ergeben. Genossenschaften werde zu Zeiten der Pandemie das bessere Agieren zugeschrieben. Regionalität und Nachhaltigkeit würden nach Meinung einer Mehrheit in Genossenschaften verstärkt gelebt.

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Vertragsfragen: Gehalts-und Altersvorsorge für Genossenschaftsvorstände

In asiatischen Gesellschaften ergänzt Scham das Rechtssystem dahingehend, dass die Akteure des Wirtschaftslebens ein Handeln, das nicht unbedingt rechtswidrig sein muss, aber als unlauter oder gesamtgesellschaftlich unsensibel empfunden wird, bereits im Vorwege vermieden wird. Auch die deutsche Gesellschaft kennt den Begriff Scham. Was ist aber wenn sich Bankvorstände, im Rahmen einer Fusion von 2 Genossenschaftsbanken, sich persönliche Vorteile zu Lasten ihrer Genossenschaftsmitglieder verschaffen? Oder wenn die zur Aufsicht verpflichteten Genossenschaftsverbände dieses Vorgehen auch noch fördern?

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ZdK-Empfehlung zur virtuellen Genossenschaftsgründung

Um auch unter den strengen Corona-Schutz-Konditionen Genossenschaften gründen zu können, hat der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften (ZdK) auf seiner Homepage Empfehlungen veröffentlicht.Auf Rückfragen der Genonachrichten werden auch im Rahmen der Initiative “Genossenschaften fördern Genossenschaften” online basierende Beratungskonzepte erprobt und weiterentwickelt. Geno-online basiert auf einer praxisorientierten online Gründungsberatung durch eine Partner Genossenschaft. Die CoopGo Initiative orientiert sich an inernationalen Maßstäben und will die Rechtsform Genossenschaften stärken. Um die Kosten zu minimieren setzt CoopGo auf das Videokonferenz System CoopKonf. Geno-Online startet mit einer umfassenden Beratung rund um die Genossenschaftsgründung. Aus organisatorischen Gründen kann es innvoll sein zunächst eine Mini-Genossenschaft einzutragen und diese dann im 2. Schritt weiter auszubauen.

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2021 endet mit Weltkongress der Genossenschaften – Kooperation echte Alternative

Am 1.-3. Dezember 2021 findet in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul der 33. Weltkongress der Genossenschaften statt. Gefeiert wird das 125jährigen Bestehen des Internationalen Genossenschaftsbundes (ICA) sowie das 25jährige Jubiläum zur Deklaration der genossenschaftlichen Identität. Weltweit wird jeder zehnte Arbeitsplatz von einer Genossenschaft angeboten. 12% der Weltbevölkerung sind bereits Mitglied einer Kooperative, wie Genossenschaften international bezeichnet werden. Die Rechtsform Genossenschaft gehört zu den Gewinnern.Weltweit gibt es mehr als drei Millionen Genossenschaften mit ca 1,2 Milliarden Mitgliedern. ICA-Präsident Ariel Guarco sieht im Prinzip der Kooperation einen alternative Weg, um die gegenwärtigen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Krisen zu bewältigen.

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Italien weist vorbildlichen genossenschaftlichen Weg

Allgemein

Sozialgenossenschaften, die in Italien eine wichtige Rolle bei der Integration von benachteiligten Menschen spielen und weitreichende soziale Dienste leisten müssten, sollten mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet werden.” Der Lockdown in der Covid-19-Krise habe gezeigt, welchen Wert und welche Bedeutung die sozialen Dienste haben. Sozialgenossenschaften engagieren sich beispielsweise in der Pflege, Kinder- und Seniorenbetreuung, Arbeitsintegration sowie die Tagesstätten für behinderte Menschen. Der Raiffeisenverband Südtirol und der Coopbund Alto Adige Südtirol führten zum Jahresende direkte Gespräche mit der zuständigen Landesrätin Waltraud Deeg. Besondere Aufmerksamkeit galt den für das nächste Jahr geplanten Finanzmitteln für Soziales und Wohnbau.

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