Schwachstellen heutiger Genossenschaften

Das deutsche Genossenschaftswesen hat eine lange und erfolgreiche Tradition. Daran ist nicht zu zweifeln. Doch die seit einiger Zeit im genossenschaftsbezogenen Schrifttum ausgewiesenen Bewertungen deutscher Genossenschaften ergeben ein Gesamtbild, das nicht widersprüchlicher sein könnte: Einerseits werden sie als „Modell der Zukunft“ und „attraktives Gestaltungskonzept“ gepriesen. Dem steht entgegen: Nicht zuletzt, weil die Gesamtzahl der Genossenschaften seit Langem rückläufig ist, wird die eingetragene Genossenschaft  als „Auslaufmodell“, dann wieder als „Überbleibsel aus dem 19. Jahrhundert“ bezeichnet und es werden Fragen der Art „Wozu noch Genossenschaften?“ aufgeworfen.

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Brandenburgs erste Kulturgenossenschaft

Seit 2012 belebt die Neue Kammerspiele eG mit einem anspruchsvollen Programm das vor Ort stehende Traditionskino. Zweck der KulturGenossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung der Kultur und der sozialen und kulturellen Belange der Mitglieder durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb der KulturGenossenschaft Neue Kammerspiele. Dazu gehört auch der Betrieb einer Gastronomie.

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Volkssternwarte wird genossenschaftliches Energiezentrum

Die Volkssternwarte Drebach im Erzgebirge ist heute Teil der Bürger Energie Drebach eG, die in der Region die Elektromobilität voranbringen will. Es begann 2014 mit einer Anzeige im Lokalblatt. Initiator war damals der jetzige Vorstand Michael Arnold, der die Idee zur Gründung einer Genossenschaft proklamierte. Noch im selben Jahr fanden sich 24 Gründungsmitglieder ein und hoben die Energiegenossenschaft aus der Taufe. H

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Erneut rechtsrsradikale Wurzeln deutscher Genossenschaftspolitik enttarnt

Der Genossenschaftsexperte, Buchautor und igenos Vorstand Georg Scheumann identifiziert erneut und unmissverständlich die bislang nicht getilgten Wurzeln deutscher Genossenschaftspolitik. Diese führte zu einer Umdeutung des Genossenschaftsgedankens. Scheumann weist auf ein bis heute immer noch gültiges Nationalsozialistisches Gesetz vom Oktober 1934 hin. Er schreibt: „Unter dem Motto ‚Einer befiehlt und alle anderen müssen folgen‘ wurde durch Adolf Hitler im Jahr 1934 eine Änderung des Genossenschaftsgesetzes unterzeichnet

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Neues Genossenschaftsbuch fordert „profitfreie Räume“

Die Marburger Büchner-Verlag eG informierte am Freitag über die Veröffentlichung eines neuen Buches. Autor Wolfgang Fabricius fordert darin „profitfreie Räume“, die virtuelle Gemeinschaften bilden und eine Selbstversorgung in allen Bereichen der Daseinsvorsorge ermöglichen.

Der Verlag schreibt: „Wie die Erde wieder zum Gemeingut von Menschen, Tieren und Pflanzen werden kann und wie Eigentum sowie Nutzung der Ressourcen in VerbaucherInnenhand zu überführen ist, wird an historischen und verschiedenen aktuellen Projekten aufgezeigt.“

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419 Wohnungsgenossenschaften in gemeinsamer Marketinginitiative

Berlin, 28. Juli 2022 (geno). Vor mehr als zehn Jahren hatten sich mehrere deutsche Wohnungsbaugenossenschaften zu einer gemeinsamen Marketing-Initiative zusammengeschlossen. Inzwischen haben sich 419 Genossenschaften angeschlossen. Sie vereinen mehr als eine Million Mitglieder und 817.000 Wohnungen.

Ziel der Initiative ist es, die Marke „Wohnungsbaugenossenschaften“ bekannter zu machen und zu stärken. Sie setzt sich – nach eigenem Bekunden – zusammen aus den 43 regionalen Verbünden der Genossenschaften und neun Fördermitgliedern.

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In sieben Schritten zu mehr Bürgergenossenschaften

Sieben Schritte empfiehlt das Bundeswirtschaftsministerium, um in Deutschland mehr Bürgergenossenschaften aus der Taufe zu heben. „Die Handlungsempfehlungen zielen auf unterschiedliche politische Handlungsebenen und Zuständigkeiten, die idealerweise ineinandergreifen, um das volle Potenzial von Genossenschaften für die Entwicklung des Gemeinwohls, insbesondere im ländlichen Raum der neuen Länder entfalten zu können“, heißt es in einer dazu gemeinsam mit der innova eG herausgegebenen aktuellen Druckschri

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Jüdische Genossenschaftsbanken unbeachtet

Während die jüdischen Privatbanken und ihr Schicksal im „Dritten Reich“ seit langem im Blickpunkt nicht nur der wissenschaftlichen Öffentlichkeit stehen, verschwinden die wenigen jüdischen Genossenschaftsbanken im Hintergrund oder bleiben gänzlich unbeachtet. Darauf weist der Genossenschaftsforscher Albert Fischer in einer Recherche hin, die in den Vierteljahresheften für Zeitgeschichte veröffentlicht worden ist. Dabei spiegele gerade die Entwicklung dieser Genossenschaftsbanken in seltener Deutlichkeit den ökonomischen Verdrängungsprozess jener Jahre, die Vertreibung der Juden aus der deutschen Wirtschaft wider.

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