Unternehmensnachfolge in Genossenschaft – online Info Workshop

Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen und direkten Reaktionen auf unseren Beitrag zum Thema Workers Buy Out konnten die GenoNachrichten kurzfristig ein digitales Workshop Format 
zum Thema Unternehmensnachfolge in Genossenschaft anbieten. Der digitale Einführungsworkshop mit Chef und Belegschaft richtet ich an kleinere und mittlere Unternehmen mit bis zu 50 Mitabeitern. Die Info-Veranstaltung dauert 90 Minuten und kann grundsätzlich auch in einer verlängerten Mittagspause durchgeführt werden.

Das von unseren Südtiroler Partner Sophia in Kooperation mit dem Südtiroler Genossenschaftsverband in Südtirol entwickelte und erprobte Konzept wurde an Deutsche Gesetzgebung angepasst und „Corona bedingt“ digitalisiert.
Die GenoNachrichten berichten in der Reihe: “von unseren Nachbarn lernen” regelmäßig aus der Genossenschaftsszene Südtirol. Die gemeinsame Sprache und die deckungsgleichen genossenschaftlichen Werte erleichtern den Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Für den südtiroler Genossenschaftsverband sind die vom ICA entwickelten, weltweit gültigen, genossenschaftlichen Wertvorstellungen eine Selbstverständlichkeit. Diese Werte werden auch von den deutschen CoopGo Genossenschaften vorgelebt. Die von SOPHIA im Auftrag des Arbeitsunterlagen des coopbund ALTO ADIGE SÜDTIROL entwickelten Unterlagen stehen hier zum downoad bereit. Seminartermine für das CoopGo Deutschland Workshop Format können direkt über den Veranstalter igenos.de gebucht werden

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Abkommen zur Förderung der Workers BuyOut unterzeichnet

Die Verbreitung und Konsolidierung genossenschaftlicher Workers BuyOut soll durch die Kooperation mit den Gewerkschaften abgesichert werden. WBO`s sollen die Unternehmensübernahme im Rahmen des Generationswechsels ermöglichen, sie dienen aber auch zur Bewältigung von Unternehmenskrisen und zur Sicherung des Betriebsvermögens. Es geht auch darum das technische know-how am Standort zu erhalten. Das ist die Zielsetzung des Abkommens, dass von den Südtiroler Gewerkschaften und Coopbund Alto Adige Südtirol am 5. Mai 2021 im Sitz des Genossenschaftsverbandes unterzeichnet wurde.

Das Workers BuyOut (kurz WBO) ist eine Möglichkeit für die betroffenen Arbeitnehmer sich an der Übernahme ihres Unternehmens zu beteiligen. In Italien ist WBO eine häufig angewandte Methode, die sich in der Praxis bewährt hat, wenn ein Unternehmen mit dem Generationswechsel konfrontiert wird, aber keinen vom Firmeninhaber bestimmten Nachfolger hat, oder wenn sich ein Unternehmen in der Krise befindet und wirtschaftlich somit gefährdet ist.
Das WBO Konzept der Südtiroler stand auch Pate bei der mit EU Fördermitteln finanzierten Initiative WBO-Brandenburg. Wie die GenoNachrichten vom 10.Januar 2020 berichteten, wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Coopbund und dem Fachbuchautor Oscar Kieswetter vom südtiroler Thinktank Sophia realisiert. Auch hier ging es um die Frage, wer soll unseren Betrieb übernehmen. Die weitere Umsetzung des vielversprechenden CoopGo Konzepts wurde dann durch die Corona Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Rahmen der Initiative Genossenschaften fördern Genossenschaften bietet der MMW-CoopGo-Bundesverband Regionalbüro Süd, den interessierten Unternehmen und deren Mitarbeiter unternehmensspezifisch abgestimmte Video-Konferenzen an.

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Finanzierungsprobleme durch Corona – Soforthilfe zum download

Auch wenn es derzeit in den ersten Bundesländern Lockerungen gibt, was die Öffnung von Geschäften, Gastronomie und Hotels betrifft, bleibt es für bestimmte Gruppen von Solounternehmern oder KMU weiterhin schwer, finanzielle Unterstützung zu bekommen. Zwar wurden die Soforthilfen noch einmal ausgeweitet, doch kommt es auf das konkrete Geschäftsmodell an, ob die Hilfen überhaupt greifen. Wer zum Beispiel seinen Betrieb erst 2019 gegründet hatte, kann keine Vergleichsmonate vorweisen, die einen Anspruch begründen. Betriebe, die zu groß sind, haben ebenfalls Probleme, Hilfen zu bekommen, ebenso Betriebe, die knapp über der Bemessungsgrenze wirtschaften. Selbst Kredite sind nicht immer zu erhalten, denn auch hier kommt es auf die individuellen Umstände an. Mag vielleicht der eine oder andere Betrieb ein sogenanntes „Zombie-Unternehmen“ sein, so verfügen die meisten über ein Geschäftsmodell, das ohne die Corona-Pandemie tragen würde. In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie sich Genossenschaftsbanken positionieren. Um diese Frage zu erörtern, stellen wir noch einmal den nachstehend beschriebenen Fachaufsatz “Finanzierungsprobleme durch Corona” unter: https://www.igenos.de/mitgliederfoerderung kostenfrei zum download bereit. Inhalt des Aufsatzes ist es, aufzuzeigen, dass die Genossenschaftsmitglieder ihren Banken gegenüber Rechte haben, die aus der Mitgliederförderung abzuleiten sind. Die Volks- und Raiffeisenbanken betreuen rund 30 Mio. Kunden, wovon 18,5 Mio. Mitglieder sind. Sie sind im Gegensatz zu anderen Privatbanken gem. § 1 GenG verpflichtet, die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder zu fördern. Ihre Aufgabe ist nicht, den Gewinn ins Unermessliche zu steigern, sondern uneigennützig den wirtschaftlichen Erfolg der Mitglieder, den sog. „Member-Value“, zu maximieren

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Corona und die genossenschaftliche Partizipation

Die demokratische Kontrolle durch die Mitglieder und die ökonomische Teilnahme und Teilhabe der Mitglieder sind zwei der sieben internationalen Merkmale der genossenschaftlichen Kooperation, die vom Weltverband der Genossenschaften ICA propagiert und weltweit umgesetzt werden. Die Praxis kann jedoch anders aussehen. “Aufgrund der weiter anhaltenden Corona-Pandemie und der aktuellen Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus in Berlin, sowie zum Schutz der Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen wir unsere beiden Genossenschaftseinrichtungen weiterhin vorerst bis Ende Mai 2021 geschlossen halten.” Das könnte fast als Abschotten der Leitungs-und Lenkungsgremien der Genossenschaft von ihren Mitgliedern bewertet werden. Die letztlich formulierte Schlussfolgerung lautet: Keine Anfrage, keine Sprechstunden, Büro nur unvollständig besetzt, Kasse geschlossen. Büro nur unvollständig besetzt.
Wenn sich eine Genossenschaft derart von Demokratie, Transparenz und Mitsprache der Mitgieder verabschiedet, sind wohl Hopfen und Malz verloren. Corona wird hier anscheinend missbraucht, um bereits bestehende undemokratische und hierarchische Strukturen zu festigen und zu zementieren.

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Benötigen Genossenschaftsverbände mehr Staatsaufsicht?

Die genossenschaftlichen Prüfungsverbände unterliegen einer regelmäßigen und gesetzlich verordneten Qualitätsprüfung. Diese erweist sich jedoch zunehmend als untauglich, da sie nur die Formalien prüft, nicht aber das Handeln gemäß Genossenschaftsgesetz. Eine Qualitätsprüfung aus Mitgliedersicht impliziert, dass sich die Eigentümer der Genossenschaft darauf verlassen können, dass ihr zuständiger Genossenschaftsverband dahingehend geprüft wird, ob er die Spielregeln der genossenschaftlichen Selbstverwaltung einhält und umsetzt. Wenn die Verbände gegen die Interessen der Genossenschaftsmitglieder handeln und die Organe der Genossenschaft korrumpieren, ist das System marode. Es muss daher sicher gestellt werden, dass die Prüfungsverbände die ihnen übertragenen Aufgaben, insbesondere die Durchführung der genossenschaftlichen Pflichtprüfung, ordnungsgemäß wahrnehmen. Ergänzend zur Staatsaufsicht fordern wir die
Einrichtung einer übergeordneten Qualitätssicherung- und Schlichtungsstelle unter Einbindung der Mitglieder zur Wahrung der Mitgliederinteressen.

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ICA-Vizepräsident: Rechtsprinzip Solidarität neu definieren

Genossenschaften müssen justiziabel werden. Die Genossenschaftsidee ist nur durch Recht zu institutionalisieren. Das fordert der Vizepräsident des Internationalen Genossenschaftsbundes (ICA), Prof. Hagen Henry, am Freitag auf einem von der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft und dem Raiffeisenverband organisierten gemeinsamen Online-Forum und beruft sich dabei auf keinen Geringeren als Immanuel Kant. Das Ge-Wissen der Ge-Nossenschaften benötige den Juristenstand, um die Genossenschaftsidee zu materialisieren.
Diese sei nur durch Recht zur Institution zu wandeln, so wie es die Rochdaler in England einst getan hätten. Sie haben Genossenschaften mittels des Hebels demokratischer Kontrolle in ihrem “Law of Rochdale” rechtlich bindend verankert.

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“Eine für alle” eG behauptet sich innerstädtisch

Alexander Dumas’ drei Musketiere haben der Berliner Dachgenossenschaft “Eine für alle” eG quasi das Leitmotiv in die Wiege gelegt. Die Kooperative behauptet sich im innerstädtischen Schlangenbecken des Mietmarktes und beschafft Künstlern, Kleingewerbetreibenden und manchmal auch Inhabern ausgefallener Gewerke inmitten der Metropole Berlin Werkstatt- und Geschäftsräume zu günstigen Preisen.

Genossenschaftsvorsitzender Frieder Rock nennt gegenüber der Redaktion GenoNachrichten die zentralen Vorteile, die seine Organisation bietet. Die Mieter oder Pächter erhalten unbefristete Mietverträge und vermeiden somit kostenträchtige Kontrakte, die in der Regel zudem auf Zeit geschlossen werden müssen und denen keine Stabilität innewohnt

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Genossenschaftliche Skizzen weiter gefördert

Der Verein Weimarer Republik hat am Mittwoch dem Projekt “Genossenschaftliche Skizzen des 1920 gegründeten Freistaates Thüringen und der Weimarer Republik” weitere Förderung im Jahr 2021 zugesagt. Die bereits für das Vorjahr zugewiesenen Finanzmittel aus dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz waren aufgrund der pandemischen Lage in Deutschland und der damit verbundenen Blockaden für die Recherche und Bearbeitung des Vorhabens auf Eis gelegt worden und können nunmehr in diesem Jahr in Anspruch genommen werden.

Das Projekt, das von dem gemeinnützigen Verein igenos – der Interessenvereinigung der Genossenschaftsmitglieder in Deutschland – eingereicht worden ist, soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

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Genossenschaftsbündnis “nachhaltige Waldwirtschaft”

Ein Konglomerat von 15 Verbänden und Organisationen in Baden-Württemberg hat ein Bündnis zur klimagerechten Waldwirtschaft geschmiedet. Die Mitte dieses Monats verkündete Initiative ruht auf dem Teilmotto “Kooperationsstrukturen und Genossenschaften stärken”.

Dieser Leitspruch soll dazu animieren, die Leistungsfähigkeit von Forstbetriebsgemeinschaften und anderen forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen zu verstärken. Daraus lasse sich schlussfolgern, effiziente Kooperationsstrukturen zu generieren. Genossenschaften sollen gefördert und gebildet werden.

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Mitgliederförderung als Forschungsschwerpunkt

Mitgliederförderung und Mitgliederbindung sind ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit in der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen an der Universität Hohenheim.

Die Institution begeht in diesem Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Sie wurde im Jahr 1971 auf Initiative von Prof. Helmut Röhm, dem seinerzeitigen Lehrstuhlinhaber für Wirtschafts- und Agrarpolitik, gegründet. Seit ihrer Existenz verfolgt die Einrichtung, an deren Spitze derzeit Prof. Reiner Doluschitz steht, einen interdisziplinären Forschungsansatz. Doluschitz selbst ist an diversen Forschungsarbeiten und Publikationen beteiligt.

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