Genossenschaften Mitbestimmung unerwünscht

Mitbestimmung unerwünscht. Kontoführungsgebühren für Mitglieder, Negativzinsen für Mitglieder, Aussetzung der Dividende 
Allein die Gleichbehandlung von Mitgliedern und Nichtmitgliedern einer als Genossenschaft geführten Bank ist nicht zu akzeptieren, denn die Rechtsform steht immer über dem Geschäftszweck.

Mit der Einführung der sogenannten Vertreterversammlung wird die direkte Mitsprache der Genossenschaftsmitglieder weiter erschwert.

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Interessenvertretung für Genossenschaftsmitglieder

Das Genossenschaftsmitglieder Meinungsverschiedenheiten mit ihrer Genossenschaft haben, ergibt sich zwangsläufig aus der Genossenschaftsidee und dem besonderen Demokratieverständnis der Rechtsform. Genossenschaften sollten grundsätzlich transparent und demokratisch organisiert sein. In demokratischen Strukturen sind unterschiedliche Meinungen an der Tagesordnung. Mit einer zunehmenden Mitgliederanzahl, wird es aber immer schwieriger die Genossenschaftsidee richtig zu (er)leben.

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Genossenschaftsnachrichten

Seit Anfang November 2015 veröffentlichen  die GenoNachrichten wöchentlich fünf Pressebeiträge zum Thema Genossenschaften, so der Initiator und Chefredakteur Matthias Günkel.

Im August 2021 sind mehr als 1400 Beiträge abrufbar. Laut einer aktuellen Mediaanalyse haben sich die GenoNachrichten zum Markt- und Meinungsführer im deutschsprachigen Raum D-A-CH und Südtirol entwickelt. Ansonsten bestehen länderübergreifend, außer der gemeinsamen Sprache, wenig Gemeinsamkeiten.  Das betrifft nicht nur die Akzeptanz und die Verbreitung der Rechtsform, sondern vor allem auch die nationale Gesetzgebung

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Italiens Genossenschaften besonders innovativ und erfolgreich

Bolzano/Rom, 30. Juli 2021 (geno). Italiens Genossenschaften sind besonders innovationsfähig und tragen mit 28,6 Milliarden Euro am italienischen Bruttosozialprodukt bei. Das stellt der unumstritten prominente Genossenschaftsexperte und Wirtschaftspublizist Oscar Kiesswetter in einer aktuellen Untersuchung fest. Sogar aus den Finanz- und Konjunkturkrisen zu Beginn des dritten Jahrtausends seien sie gestärkt hervorgegangen. Das bestätige das antizyklische Verhalten der italienischen Genossenschaften

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Die “rote Karte” für Genossenschaftsbanken Teil 2

(2) Die Positionierung des Vorstandes

Mitglieder des Vorstandes werden in der Regel durch den Aufsichtsrat in ihr Leitungsamt gewählt. Da der Aufsichtsrat stellvertretend für die Mitglieder-gesamtheit handelt, sind Mitglieder des Leitungsgremiums als Angestellte und Erfüllungsgehilfen des Mitgliederkreises zu verstehen. Wiederum im Verlauf des Größenwachstums eignete sich das verstärkt professionelle Genossenschaftsmanagement mehr und mehr autonomes Entscheidungsverhalten an. Es kam zur Verlagerung im innergenossenschaftlichen Machtgefüge zugunsten der Führungskräfte mit der Folge eines weiteren Bedeutungsverlustes der Mitgliederseite.

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Die “rote Karte” für Genossenschaftsbanken Teil 1

Um kein unrealistisches Bild vom Zustand des genossenschaftlichen Bankensektors zu vermitteln sei vorab festgehalten: Hier und da gibt es noch die kleinen und dennoch erfolgreich wirtschaftenden Bankinstitute. Mit ihrer Generalversammlung weisen sie ein basisdemokratisches Organ auf. Die Mitglieder interessieren sich für das Geschehen in ihrer Genossenschaft und wirken daran mit. Der Vorstand handelt mitgliederorientiert und (§ 1 des GenG beachtend) dem Förderauftrag verpflichtet. Diesen Instituten ist zu bescheinigen, Kooperative im Sinne des Genossenschaftsgesetzes zu sein.

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Vertreterversammlung als Erfüllungsgehilfe des Vorstands

In fast allen Volks- und Raiffeisenbanken (wenige kleinere und mittlere Genossenschaftsbanken ausgenommen) existiert anstelle einer Generalversammlung aller Mitglieder eine Vertreterversammlung. In der Theorie der Politik und der Genossenschaftswissenschaft sollen dabei die von den Mitgliedern gewählten Vertreter die Aufgabe haben, im Auftrag der Mitglieder deren Interessen als Eigentümer der Genossenschaft in den Vordergrund all Ihrer Entscheidungen zu stellen. Die Annahme des Vertreteramtes soll einen Vertreter zur gewissenhaften Aufgabenwahrnehmung, insbesondere auch zur Teilnahme an den Vertreterversammlungen verpflichten sowie sich umfassend zu informieren um dann seine Rechte sachkundig auszuüben, dabei ausschließlich die Interessen Ihrer Genossenschaft und der Gesamtheit der Mitglieder

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Wahl zur Vertreterversammlung – genossenschaftliche Demokratie?

Im Turnus von 4 Jahren finden bei allen Genossenschaftsbanken bei denen anstelle einer Generalversammlung aller Mitglieder eine Vertreterversammlung besteht, Wahlen zu dieser Vertreterversammlung statt. Diese finden meist als Listenwahl statt, so dass die zur Wahl berechtigten Mitglieder lediglich ankreuzen müssen, ob sie dieser Liste zustimmen oder nicht.
Und so werden die Mitglieder der jeweiligen Volks- und Raiffeisenbank alle vier Jahre aufgerufen, ihr Recht auf Selbstbestimmung und Selbstverwaltung wahrnehmen und an der Wahl zur Vertreterversammlung teilzunehmen. Letzteres ist allerdings ein manchmal ein gewaltiges Problem.

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Homo Cooperativus ist Schlüssel zu neuem Naturvertrag

Gießen, 25. Juli 2021 (geno) “Jean-Jacques Rousseaus von Natur aus hilfsbereiter und mitfühlender Mensch behält insofern Recht gegen Thomas Hobbes, einen Urvater des Homo Oeconomicus, der als rücksichtsloser Egoist erst gezähmt wird, wenn ihm der Staat die Waffen wegnimmt”. Das erklärte der prominente Soziologe Claus Leggewie von der Justus Liebig-Unversität Gießen am Sonntag in einem Essay im Deutschlandfunk. Um diese Aussage zu untermauern, zitierte er zudem den Biologen Martin Nowak: “Ihre Kooperationsfähigkeit ist der eigentliche Grund dafür, dass es Menschen gelungen ist, sich in fast jedem irdischen Ökosystem einen Lebensraum zu erkämpfen und über die Erde hinaus weit in den Weltraum vorzustoßen.” Dass jemand auf seinen Vorteil verzichten muss und alle etwas von Kooperation haben, laute die koevolutionäre Lebensregel.

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Marke Genossenschaft – ein Gütesiegel?

Die Genonachrichten haben im Beitrag „krumme Geschäfte unter genossenschaftlichen Siegel“ am 15.Juli 2021 am Beispiel der Creative Häuser eG über die Missstände im genossenschaftlichen Prüfungswesen berichtet. Wir greifen die Diskussion hier noch einmal auf. Es geht um das genossenschaftliche Siegel, also die missbräuchliche Nutzung der Marke Genossenschaft und um den Markenkern. Bundesrat und Bundestag geht es um den Schutz der „Marke Genossenschaft“.
In seiner 994 Sitzung, am 9.Oktober 2020 hat der Bundesrat den Antrag aus Baden-Würtemberg diskutiert und beschlossen sich mit dem Schutz des Genossenschaftswesens zu befassen. Mitauslöser war die eventus Affäre.

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