Geno-Banken Verschmelzung ohne Wertausgleich sind keine Mitgliederförderung.

Aufgrund der anhaltenden Diskussion  über die Sinnhaftigkeit der BVR Fusionspolitik sowie die  DGRV Stellungnahme vom 1.März 2022 zum Thema Mitgliederförderung durch Verschmelzung möchten wir noch einmal  auf offensichtliche Widersprüche hinweisen. Die Fusionspolitik der Volks- und Raiffeisenbanken ist keine Antwort auf zunehmende Digitalisierung des Bankgeschäfts und sie hat absolut nichts mit Mitgliederförderung zu tun!
Fusionen sind im Jahr 2022 keine Problemlösung, sondern eine zeitliche und räumliche Problemverlagerung, die nebenbei dazu beiträgt die quasi Enteignung der betroffenen Genossenschafts Mitglieder zu kaschieren.

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Mitgliederförderung als Forschungsschwerpunkt

Mitgliederförderung und Mitgliederbindung sind ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit in der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen an der Universität Hohenheim.

Die Institution begeht in diesem Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Sie wurde im Jahr 1971 auf Initiative von Prof. Helmut Röhm, dem seinerzeitigen Lehrstuhlinhaber für Wirtschafts- und Agrarpolitik, gegründet. Seit ihrer Existenz verfolgt die Einrichtung, an deren Spitze derzeit Prof. Reiner Doluschitz steht, einen interdisziplinären Forschungsansatz. Doluschitz selbst ist an diversen Forschungsarbeiten und Publikationen beteiligt.

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VR-Banken Mitgliederförderung in der Corona Krise

Viele kleine und mittlere Unternehmen geraten durch Corona unverschuldet in große Not. Genossenschaftsbanken können einen Sanierungsbeitrag leisten, indem sie die Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags zur Förderung des Erwerbs und der Wirtschaft ihrer Genossen umsetzen. D as gilt auch bei der Beseitigung der Überschuldung bzw. bei Zahlungsunfähigkeit, soweit dies für die Fortführung von dessen Erwerbstätigkeit notwendig ist. Die Übernahme unternehmerischer Risiken gehört allerdings nicht zu den typischen Bankgeschäften und damit auch nicht zu den Aufgaben der Volks- und Raiffeisenbanken. Aus dem Förderauftrag ergibt sich daher keine Verpflichtung zur Teilnahme an Kapitalerhöhungen oder Umwandlung von Kreditforderungen in Eigen- bzw. Genussrechtskapital, sondern allenfalls eine zu Forderungsverzichten mit Besserungsschein. Stundungen bzw. Aussetzungen fälliger Zins- und Tilgungsleistungen oder der Freigabe von Sicherheiten zur Erlangung zusätzlicher Kredite und allenfalls zur Gewährung von Überbrückungs- oder Sanierungskrediten allen unter die Mitgliederförderung. Zur Vorbereitung von Bankgesprächen stellt igenos den Bankgenossen eine aktuelle Fachveröffentlichung als kostenfreies download zur Verfügung…

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igenos untersucht Mitgliederförderung.

Allgemein

Der genossenschaftliche Förderauftrag: Jede eingetragene Genossenschaften ist gesetzlich verpflichtet ihre Mitglieder zu fördern. Somit unterscheidet allein der gesetzliche Auftrag zur Mitgliederförderung die Rechtsform eG von allen anderen Rechtsformen. In jeder Genossenschaft haben die Interessen der Mitglieder ( = Eigentümer) immer im Vordergrund zu stehen. Die igenos Förderauftragsprüfung dient als Nachweis über die in der Genossenschaft praktizierte Mitgliederförderung und wird u.a. vom DEGP (Deutsch-Europäischer Genossenschafts- und Prüfungsverband e.V.) als Bestandteil der gesetzlichen Verbandsprüfung anerkannt.

Die von den Genossenschaftsverbänden regelmäßig durchzuführenden gesetzlichen Prüfungen (Pflichtprüfungen) dienen besonders dem Schutz der Mitglieder. Die Prüfungsverbände sind gesetzlich verpflichtet ( § 58 Abs. 1 S. 3 GenG) , in jedem Prüfungsbericht zu Form, Art und Ergebnis der Mitgliederförderung Stellung zu nehmen und auch darüber zu berichten, ob der Förderzweck zulässig oder unzulässig ist. Diese Pflicht des Prüfungsverbands dient auch zur allgemeinen Transparenz.

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Schwachstellen heutiger Genossenschaften

Das deutsche Genossenschaftswesen hat eine lange und erfolgreiche Tradition. Daran ist nicht zu zweifeln. Doch die seit einiger Zeit im genossenschaftsbezogenen Schrifttum ausgewiesenen Bewertungen deutscher Genossenschaften ergeben ein Gesamtbild, das nicht widersprüchlicher sein könnte: Einerseits werden sie als „Modell der Zukunft“ und „attraktives Gestaltungskonzept“ gepriesen. Dem steht entgegen: Nicht zuletzt, weil die Gesamtzahl der Genossenschaften seit Langem rückläufig ist, wird die eingetragene Genossenschaft  als „Auslaufmodell“, dann wieder als „Überbleibsel aus dem 19. Jahrhundert“ bezeichnet und es werden Fragen der Art „Wozu noch Genossenschaften?“ aufgeworfen.

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Deutschlands Genossenschaftswissenschaft am seidenen Faden

Deutschlands Genossenschaftswissenschaft hängt am seidenen Faden. Sie ist zu einem Randphänomen geworden. So unverblümt und klar verdeutlichte kürzlich in Berlin Dr. Johannes Blome-Drees vom Seminar für Genossenschaftswesen der Universität zu Köln, die äußerst prekäre Situation dieses für Staat und Gesellschaft wichtigen Forschungssektors. Allein der Bestand seiner Lehreinrichtung habe eine Laufzeit von nur noch zwei Jahren.

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