Mutante der “Delitzscher Gespräche”

Die traditionsreichen, alljährlich stattfindenden “Delitzscher Gespräche” erfahren in diesem Jahr eine bemerkenswerte Facette. Sie finden erstmals nicht in der Heimatstadt des Genossenschaftspioniers Hermann Schulze-Delitzsch in der nördlich von Leipzig gelegenen nordsächsischen Stadt Delitzsch statt, sondern in Sachsens Landeshauptstadt Dresden unter dem Titel “Genossenschaft leben”Die Veranstaltungsmutante ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Hermann-Schulze-Gesellschaft und der Raiffeisen-Gesellschaft. Sie soll der Beginn einer neuen Tagungsreihe sein und erlebt ihre Premiere am 30. April. Gastreferent ist Prof. Hagen Henry vom Internationalen Genossenschaftsbund (ICA). In weiteren Vorträgen geht es um unabhängigen Journalismus, Ackerland in Bürgerhand und bezahlbares Wohnen. Letzteres Themengebiet lässt besondere Aufmerksamkeit erwarten. Der Referent Thomas Dittrich ist nämlich Vorstand der Dresdener Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG, die seit einigen Jahren ein zermürbendes juristisches Gefecht mit einem “aufmüpfigen” Mitglied in Sachen innergenossenschaftlicher Demokratie austrägt

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Genossenschaftsgeschichte ein neues Kapitel

Der Genossenschaftsvorstand, der bei den später folgenden beiden mündlichen Verhandlungen vor dem Amtsgericht Dresden abwesend war, hatte Klage gegen das Genossenschaftsmitglied – und gleichzeitig Wohnungsinhaber – eingereicht. Im Zentrum des Gerichtsprozesses standen demgegenüber die innergenossenschaftliche Demokratie, die Kommunikation zwischen den Mitgliedern und die Transparenz zu geschäftspolitischen Entscheidungen der Leitungsgremien. Letztlich urteilte das Amtsgericht zwar zuungunsten des Genossenschaftsmitglieds, das jedoch gegen die noch nicht rechtskräftige Entscheidung Rechtsmittel einlegte.

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