Premier Kretschmer plädiert für Bürgergenossenschaften

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht sich für Bürgergenossenschaften zur Lösung der drastischen Energie-Engpässe aus. Wie der sächsische Premier am Dienstagabend in Dresden bei einer gemeinsam mit Landeswirtschaftsminister Martin Dulig bestrittenen Diskussionsveranstaltung erklärte, ist das Teil des jüngst für den Freistaat Sachsen beschlossenen Energie- ud Klimaprogramms.

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In sieben Schritten zu mehr Bürgergenossenschaften

Sieben Schritte empfiehlt das Bundeswirtschaftsministerium, um in Deutschland mehr Bürgergenossenschaften aus der Taufe zu heben. „Die Handlungsempfehlungen zielen auf unterschiedliche politische Handlungsebenen und Zuständigkeiten, die idealerweise ineinandergreifen, um das volle Potenzial von Genossenschaften für die Entwicklung des Gemeinwohls, insbesondere im ländlichen Raum der neuen Länder entfalten zu können“, heißt es in einer dazu gemeinsam mit der innova eG herausgegebenen aktuellen Druckschri

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Bürgergenossenschaft – Kernbotschaft zur Energiewende

„Es ist daher gut, dass die Bundesregierung die Förderbedingungen für Bürgerenergiegenossenschaften vereinfachen will. Insgesamt könnten solche Anreize einen Beitrag dazu leisten, dass sich Menschen vor Ort für die Windenergie einsetzen. Umfragen zeigen nämlich, dass eine schweigende Mehrheit der Bevölkerung kein Problem mit Windrädern vor der Haustür hat.“

Das ist Teil einer von fünf Kernbotschaften, die von einer Forschungsgruppe der Universität Leipzig am Mittwoch an alle zuständigen Stellen des Staatsapparates in Bund, Ländern und Kommunen abgesandt worden sind. Die Bürgerschaft könne noch stärker von den Windenergieanlagen vor Ort profitieren – zum Beispiel durch vergünstigte Stromtarife oder Bürgerenergiegenossenschaften.

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Studie registriert rege Gründungs-Aktivitäten ostdeutscher Bürgergenossenschaften

In den vergangenen zwanzig Jahren sind der Studie zufolge zahlreiche neue Genossenschaften in wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge entstanden: Dorfläden für die Nahversorgung, Infrastrukturgenossenschaften für nachhaltige Energieversorgung und Mobilität sowie Bahnhöfe als innovative Kulturstandorte und Seniorengenossenschaften. Ergänzend geht igenos hier exklusiv auch auf die Umwandlung von Bank- in Bürgergenossenschaften ein. Letztere kann so ihre Finanzierung relativ einfach lösen. Das Bankgeschäft wird verkauft und ausgegliedert, bleibt aber vor Ort erhalten. Die Fusion lässt sich vermeiden und das Geld bleibt im Dorf.

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So wird aus einer Bank- eine Bürgergenossenschaft

Was ist zu tun? Haben sich 75 Prozent der Bankgenossen für die Umwandlung der Bankgenossenschaft in eine Bürgergenossenschaft entschieden und in der Generalversammlung zugestimmt, so kann eine Satzungsänderung vorgenommen und werden. Hierbei wird der Unternehmensgegenstand der Genossenschaft geändert. So einfach wird aus einer Bank- eine Bürgergenossenschaft.

Die neue Bürgergenossenschaft bietet nun die Chance für eine Region, das Mitgliedervermögen vor Ort zu halten und den ländlichen Raum zu stärken. Je stärker die Genossenschaftsmitglieder zum Mitmachen motiviert werden und die Bürgergenossenschaft aktiv mitgestalten, umso erfolgreicher kann die Arbeit sein. Die zukünftige Bürgergenossenschaft kann sich dabei vielen Feldern widmen: Dem gemeinsamen Einkauf, dem Betreiben eines Dorfladens, eventuell sogar einer Gaststätte, der Produktion von Energie, dem Teilen von Fahrzeugen oder Werkzeug, dem Angebot haushaltsnaher Dienstleistungen oder dem Bau von Seniorenwohnanlagen.

Ideen kann es hier – je nach Region – viele geben und das Interesse nimmt zu, die Angelegenheiten mit den Menschen vor Ort wieder in die eigene Hand zu nehmen. Eine Umwandlung einer Bankgenossenschaft in eine Bürgergenossenschaft ist hier eine gute Ausgangsbasis für das Gelingen.

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Die Alternative zur Bankenfusion heißt Bürgergenossenschaft

Den nachstehenden Beitrag haben wir mit freundlicher Genehmigung des KMI Verlags aus dem Branchen Newsletter bank-intern übernommen. Es handelt sich um den Teil II des Beitrags: Morgen kann kommen. Der Teil 1 liefert die notwendigen Hintergrundinformationen. Teil 2 kommt zu dem Schluss, dass die Fusionspolitik der Volks- und Raiffeisenbanken keine Antwort auf zunehmende Digitalisierung des Bankgeschäfts seien kann. Es handelt sich nicht um eine Problemlösung, sondern um eine zeitliche und räumliche Problemverlagerung, die auch dazu dient die quasi Enteignung der betroffenen Genossenschafts Mitglieder zu kaschieren. Als Lösungsvorschlag wird die Umwandlung bestehender Bankgenossenschaften in Bürgergenossenschaften vorgestellt. Während bei einer Bankenfusion das Genossenschaftsvermögen ohne Wertausgleich verschenkt wird, besteht die Bürgergenossenschaft weiter. Die Bürgergenossenschaft trennt sich nicht von ihrem Eigentum, sondern lediglich vom Bankgeschäft.

Aktuell werden die rechtlich selbstständigen Genossenschaftsbanken zu immer größeren Einheiten verschmolzen. Wir fragen uns ob, diese im vergangenen Jahrhundert entwickelte BVR Unternehmensstrategie wirklich noch in unsere digitale Welt passt. Das Geschäftsmodell Genossenschaftsbank befindet sich am Scheideweg.

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Bürgergenossenschaft statt Bankgenossenschaft

Allgemein

Wenn 75% der Bankgenossen dem Konzept der Bürgergenossenschaften zustimmen, kann eine Satzungsänderung vorgenommen und der Geschäftszweck der entsprechenden Genossenschaftsbank geändert werden. Das Bankgeschäft wird verkauft, der Geschäftszweck wird abgeändert. Die Zweck der Genossenschaft – die Mitgliederförderung – bleibt bestehen. Es ist dringend notwendig, das vor allem viele Bankgenossen dem Gründungs-Team der Bürgergenossenschaft angehören. Hier ist eine große Koalition angebracht. Egal ob Bürgermeister, Lehrer oder Kirchenvertreter vor Ort – jeder der sich für die Erhaltung seiner Genossenschaft einsetzen möchte wird gebraucht. Die Arbeitsgemeinschaft Bürgergenossenschaft kann dann die Mitglieder der Genossenschaftsbank direkt ansprechen und gemeinsam ein Konzept entwickeln, um das gemeinsame Genossenschaftsvermögen zu retten

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Bürgergenossenschaften und kommunale Daseinsvorsorge

Allgemein

Die Genossenschaft ist im eigentlichen Sinne eine hybride Organisation, die ein Gleichgewicht von ökonomischen und moralischen Parametern in einer Wirtschaftsorganisation herstellen und dauerhaft gewährleisten will. Viele Genossenschaften und einige ihrer Verbände sind allerdings in die Jahre gekommen und vor lauter Bürokratie ist vielerorts das Einhalten moralischer Ideen gänzlich ins Hintertreffen geraten. Zwar wird die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder betont, doch hat sich der Förderungsgedanke so viele Facetten, dass er rein wirtschaftlich weder der Wirklichkeit entspricht, noch den Wünschen zukünftiger Mitglieder gerecht wird. Zwar bemüht man sich um digitale Agenden und spricht von einer Übertragung des genossenschaftlichen Gedankens in die Gegenwart, aber so recht mag dies an vielen Orten nicht gelingen. Dies liegt vor allem daran dass viele Genossenschaften in den vergangenen Jahren kaum Arbeit an ihrer kulturelle Basis, der Aktualität ihrer Geschäftsabläufe oder der Erarbeitung tragfähiger Visionen geleistet haben. Viele Bürgergenossenschaften und Energiegenossenschaften sind reine Verwaltungsstrukturen geworden.

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