“La staffetta cooperativa” – unterhaltsame Lektüre über Genossenschaften

Vierzig zweisprachig – Italienisch und Deutsch – abgefasste Kurzgeschichten bieten die beiden ausgewiesenen Genossenschaftsexperten Oscar Kiesswetter und Alberto Stenica in dem jetzt veröffentlichten Buch “La staffetta cooperativa”. Während sich Kiesswetter in seinem ersten Leben in der turbokapitalistischen Finanzwelt tummelte und sich dann der Entwicklung und Planung innovativer Genossenschaftsmodelle verschrieben hatte, ist Stenico langjähriger Präsident des seinerzeitigen Genossenschaftsverbandes Legacoop gewesen. Das Duo hat eine bunte Vielzahl an persönlichen Erinnerungen und beruflichen Erfahrungen zusammengetragen

Weiterlesen

Italiens Genossenschaften besonders innovativ und erfolgreich

Bolzano/Rom, 30. Juli 2021 (geno). Italiens Genossenschaften sind besonders innovationsfähig und tragen mit 28,6 Milliarden Euro am italienischen Bruttosozialprodukt bei. Das stellt der unumstritten prominente Genossenschaftsexperte und Wirtschaftspublizist Oscar Kiesswetter in einer aktuellen Untersuchung fest. Sogar aus den Finanz- und Konjunkturkrisen zu Beginn des dritten Jahrtausends seien sie gestärkt hervorgegangen. Das bestätige das antizyklische Verhalten der italienischen Genossenschaften

Weiterlesen

Abkommen zur Förderung der Workers BuyOut unterzeichnet

Die Verbreitung und Konsolidierung genossenschaftlicher Workers BuyOut soll durch die Kooperation mit den Gewerkschaften abgesichert werden. WBO`s sollen die Unternehmensübernahme im Rahmen des Generationswechsels ermöglichen, sie dienen aber auch zur Bewältigung von Unternehmenskrisen und zur Sicherung des Betriebsvermögens. Es geht auch darum das technische know-how am Standort zu erhalten. Das ist die Zielsetzung des Abkommens, dass von den Südtiroler Gewerkschaften und Coopbund Alto Adige Südtirol am 5. Mai 2021 im Sitz des Genossenschaftsverbandes unterzeichnet wurde.

Das Workers BuyOut (kurz WBO) ist eine Möglichkeit für die betroffenen Arbeitnehmer sich an der Übernahme ihres Unternehmens zu beteiligen. In Italien ist WBO eine häufig angewandte Methode, die sich in der Praxis bewährt hat, wenn ein Unternehmen mit dem Generationswechsel konfrontiert wird, aber keinen vom Firmeninhaber bestimmten Nachfolger hat, oder wenn sich ein Unternehmen in der Krise befindet und wirtschaftlich somit gefährdet ist.
Das WBO Konzept der Südtiroler stand auch Pate bei der mit EU Fördermitteln finanzierten Initiative WBO-Brandenburg. Wie die GenoNachrichten vom 10.Januar 2020 berichteten, wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Coopbund und dem Fachbuchautor Oscar Kieswetter vom südtiroler Thinktank Sophia realisiert. Auch hier ging es um die Frage, wer soll unseren Betrieb übernehmen. Die weitere Umsetzung des vielversprechenden CoopGo Konzepts wurde dann durch die Corona Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Rahmen der Initiative Genossenschaften fördern Genossenschaften bietet der MMW-CoopGo-Bundesverband Regionalbüro Süd, den interessierten Unternehmen und deren Mitarbeiter unternehmensspezifisch abgestimmte Video-Konferenzen an.

Weiterlesen

Piemonts Verfassung begünstigte erste Genossenschaften

“Wie in den meisten europäischen Ländern sind die ersten Genossenschaften auch in Italien in der Mitte des 19. Jahrhunderts enstanden.” Das schreibt in einem aktuellen Aufsatz der italienische Wirtschaftspublizist, Betriebswirt und Genossenschaftsprotagonist Oscar Kiesswetter. Neuartige, auf kollektive Selbsthilfe basierende Organisationsformen habe es vor allem im Königreich Piemont gegeben. Dort gewährte die 1848 erlassene Albertinische Verfassung erstmals das Recht auf freie Vereinsbildung. Es waren in erster Linie Konsum- und Produktionsgenossenschaften. Seit dem Jahr 1854 agierte in Turin die “Associazione generale degli operai” (Arbeitergeneralverein), um die Mitglieder mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen.

Weiterlesen
Menü