956 Genossenschaftsbanken an Bundesbank-Umfrage beteiligt – Weitere Fusionen zu erwarten

Leipzig, 14. Dezember 2017 (geno). 1.555 mittlere und kleine deutsche Kreditinstitute haben sich an einer Umfrage der Deutschen Bundesbank beteiligt. Darunter waren 956 Genossenschaftsbanken, also weit mehr als die Hälfte der befragten Institute. Das erklärte Christian Drescher von der Abteilung Risikoanalysen im Zentralbereich Banken und Finanzaufsicht der Deutschen Bundesbank am Mittwochabend am Rande eines Vortrages in der Leipziger Hauptverwaltung für Sachsen und Thüringen gegenüber den Genonachrichten. Die in die Untersuchung einbezogenen Geldhäuser würden 88 Prozent aller deutschen Kreditinstitute und 41 Prozent der Bilanzsummen repräsentieren. Zu den Erkenntnissen der unter den Vorzeichen eines Niedrigzinsumfeldes stehenden Analyse gehöre, dass 71 Prozent der Institute mit zunehmendem Wettbewerb rechnen. Fast die Hälfte der Banken könne sich mittelfristig einen Zusammenschluss vorstellen. Zehn Prozent hätten bereits konkrete Fusionsabsichten. Die Kreditinstitute, die bis zum Jahr 2021 ein sinkendes Zinsergebnis erwarten, planen nach Aussage von Drescher im Zeitraum 2016 bis 2021 mit einem Rückgang des Jahresüberschusses vor Steuern um neun Prozent und der Gesamtkapitalrentabilität um 16 Prozent.

Die Umfrage, die nach 2013 und 2015 nun in diesem Jahr zum dritten Mal stattgefunden hat, blickt bis zu fünf Jahre voraus. Dabei sollen möglichst frühzeitig Entwicklungen unter deutschen Kreditinstituten aufgezeigt werden. Zudem werden die Banken einem Stresstest unterzogen, der die Verwundbarkeiten jedes Kreditinstituts offenlegen soll. Trotz Niedrigzinsumfeld und Stresstest zeichnet die Untersuchung das Bild eines soliden Banken- und Sparkassensektors in Deutschland. Dennoch könnten fordauernd niedrige Zinsen, ein rascher Zinsanstieg oder gar sinkende Wohnimmobilienpreise einige Kreditinstitute herausfordern. ++ (fi/mgn/14.12.17 – 259)

Unsere Literaturempfehlung: igenos Genossenschaftspraxis Band 2  Unser Volks- oder Raiffeisenbank soll fusionieren. igenos e.V. die Interessengemeinschaft der Genossenschaftsmitglieder hält die niedrigen Zinsen für ein vorgeschobenes Argument. Die Genossenschaftsbanken sind laut Bundesbankbericht hochprofitabel.

 

 

www.genonachrichten.wordpress.com, www.genossenschaftsnachrichten.wordpress.com, www.genossenschaftswelt.de, e-mail: 133mgn@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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