Platform Coops Workshop

Wie gründen wir eine PlatformCoop. Platform Coops sind Genossenschaften mit einem digitalen Geschäftsmodell. Das Ziel der internationalen Platform Coop Bewegung ist es, die Plattform-Ökonomie mit Plattform-Unternehmen wie Amazon, Facebook etc. neu zu strukturieren, sie fair und kooperativ zu gestalten.

“Wie gründe ich eine Platform Coop?” ist eine Frage, die dem Team der Platform Cooperatives Germany eG in den vergangenen Jahren immer wieder gestellt wurde. Das Team, bestehend aus Ela Kagel, Claudia Henke und Andreas Arnold hat bereits etliche Genossenschaften und Platform Coops gegründet bzw. bei der Gründung begleitet und möchte in diesem Workshop am Donnerstag, den 20. Mai diese Erfahrungen mit euch teilen. Das Team hat im letzten Jahr u.a. das Innovationsnetzwerk Platform Coops gemeinsam mit innovativen Partnerunternehmen einer neuen Generation von Genossenschaften gegründet mit dem Ziel ein kooperatives Ökosystem aufzubauen, aus dem neue Geschäftsmodelle und Pionierlösungen entstehen.

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CoWorkLand-Genossenschaft wächst stürmisch

„150 Mitglieder ! CoWorkLand wächst stürmisch.“ So lautet die euphorische Botschaft der jungen Genossenschaft in diesem April über den raketenartigen Start und die erste Entwicklungsphase ihrer Initiative. Bereits im August vergangenen Jahres konnte CoWorkLand die Existenz von elf Regionalbüros in neun Bundesländern Deutschlands vermelden. Bereits nach der Corona-Pause im Jahr 2020 sei die Sommersaison an 14 Standorten in vier Bundesländern begonnen worden. Die Idee CoWorking-Spaces aufs Land zu bringen, habe 2017 einen Nerv getroffen. Das als Testballon gestartete Projekt habe aus einem Forschungsvorhaben eine kraftvolle Bewegung gemacht, die gemeinsam die Welt der Arbeit verändert.

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Genossenschaft neu definiert

Genossenschaften sind nicht gleich Genossenschaften. Das gilt auch für Genossenschaftsgründungen. Diese erfolgen derzeit aus sehr unterschiedlichen Überlegungen. Es gibt Genossenschaften, die werden gegründet um die „Welt bzw. die Lebens- oder Arbeitsbedingungen zu verbessern.“ Es handelt sich um Sozial- oder Bürgergenossenschaften in denen Bürger Dienstleistungen für Bürger erbringen. Wohnbaugenossenschaften in denen Menschen ihre Wohnsituation verbessern und absichern möchten. Dann gibt es Genossenschaften, die auf die digitale Plattform Ökonomie setzen und digitale Wirtschaftsmodelle genossenschaftlich nachbauen. Schon immer gab es genossenschaftliche start-up Unternehmen, sogenannte „Geno-Starter“. Gemeint sind häufig Team Gründungen in der Rechtsform Genossenschaft mit dem Ziel den wirtschaftlichen Erfolg einer Gruppe durch einen Gemeinschaftsbetrieb zu verbessern, denn die Rechtsform Genossenschaft ist ein wirksamer Schutz gegen feindliche Übernahmen.

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Hostsharing eG auf Wachstumskurs

Das wohl eindrucksvollste Beispiel für eine Platform Coop ist die Hostsharing eG. Die Hostharing eG feierte im vergangenen Jahr ihr 20 jähriges Jubiläum. Hostsharing Mitglieder profitieren seitdem von positiver Entwicklung Die Mitglieder der Hostsharing eG können sich freuen. Die einzige Genossenschaft in Deutschland für professionelles Webhosting konnte in den letzten Jahren viele neue Mitglieder gewinnen und damit auch ihren Umsatz kräftig steigern. Die Vorteile des genossenschaftlichen Infrastrukturbetriebs haben sich offensichtlich herumgesprochen. In den ersten fünf Monaten des Jahres konnte Hostsharing 30 neue Mitglieder gewinnen. Im gesamten letzten Jahr sind 70 Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen in die Genossenschaft eingetreten, sodass die Genossenschaft fast 300 Mitglieder hat.

Investitionen vorgezogen Im November letzten Jahres war Hostsharing in ein Multi-Tier-Rechenzentrum umgezogen und hatte neue Hardware in Betrieb genommen. Aufgrund des erfreulichen Wachstums konnte die Genossenschaft Investitionen vorziehen und bereits im April eine zweite Servergruppe in Betrieb nehmen.

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Wann kommt ein „Marshall Plan“ für den kooperativen Wandel?

Es geht in diesem Beitrag um die Gründung und die Finanzierung von Genossenschaften und um Finanzierungskonzepte für andere start-up Unternehmen aus dem Social Entrepreneurship Sektor. Das sind Unternehmen die überwiegend in Bereichen tätig sind aus denen sich der Staat schon lange zurückgezogen hat. Viele von diesen jungen Unternehmern stehen für den kooperativen Wandel von der “Ich-Gesellschaft” zur “Wir-Gemeinschaft”. Dieser wird seitens der Politik offensichtlich nicht erkannt, nicht anerkannt oder beharrlich ignoriert. Man tut so, als wäre es z.B. „gleich-gültig“, ob eine Gründer-Initiative für und in der Konkurrenz-Gesellschaft ist oder eine „Gründer-Initiative“ mit klarem Bekenntnis zur Kooperation“ tätig wird.
Deshalb ist es eigentlich naheliegend, so etwas wie ein: „Sonderprogramm“ oder eine „Sonderfinanzierung“ für Initiativen zu schaffen, die den Kooperativen Wandel befördern wollen.
Den einen reicht es aus einen (konventionellen) „Startup“ zu beginnen. Es sind Handwerker, Techniker oder Ärzte oder Gemüsezüchter, die sich in einer Genossenschaft zusammenschließen

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Keynes liefert Theorie-Futter an Genossenschaftsbewegung

Der genau vor genau 75 Jahren verstorbene britische Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes liefert der Genossenschaftsbewegung bis in die Gegenwart umfangreiches Theorie-Futter. 

Der Ökonom, der ein Vierteljahrhundert die Volkswirtschaftslehre und die Wirtschaftspolitik dominierte, hatte unter anderem, eine Rückkehr zu den mittelalterlichen Formen selbständiger Autonomien vorgeschlagen. 
Das tat er beispielsweise am 23. Juni im Jahr 1926 bei einem Vortrag an der Berliner Universität unter dem Titel “Das Ende des Laissez-Faire. Ideen zur Verbindung von Privat- und Gemeinwirtschaft”. 
Der Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel vergleicht das Pläydoyer von Keynes mit der Genossenschaftsbewegung und ihrer Geschichte. 

Der amerikanische Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaft Paul Krugman verdeutlicht Keynes’ Auffassung am Beispiel der Capitol Hill Babysitter-Genossenschaft. Diese gab als interne Währung Berechtigungsscheine aus. Ein derartiger Schein war ein Papierstück, das einer Stunde Babysitter-Zeit entsprach. Babysitter würden die entsprechende Anzahl von Coupons erhalten. Das System war selbsttragend und sollte für einen Ausgleich von Interessen sorgen: Ein Paar babysittet genauso häufig wie es davon profitiert. Ein vergleichbarer Leistungstausch wird heute von vielen Dorf- und Bürgergenossenschaften idealisiert.

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