“La staffetta cooperativa” – unterhaltsame Lektüre über Genossenschaften

Vierzig zweisprachig – Italienisch und Deutsch – abgefasste Kurzgeschichten bieten die beiden ausgewiesenen Genossenschaftsexperten Oscar Kiesswetter und Alberto Stenica in dem jetzt veröffentlichten Buch “La staffetta cooperativa”. Während sich Kiesswetter in seinem ersten Leben in der turbokapitalistischen Finanzwelt tummelte und sich dann der Entwicklung und Planung innovativer Genossenschaftsmodelle verschrieben hatte, ist Stenico langjähriger Präsident des seinerzeitigen Genossenschaftsverbandes Legacoop gewesen. Das Duo hat eine bunte Vielzahl an persönlichen Erinnerungen und beruflichen Erfahrungen zusammengetragen

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“Genossin Rosi” und Italiens Theatergenossenschaften

In diesen Wochen und Monaten schippert ein Schiff auf Havel und Elbe, das ganz im Geiste italienischer Theatergenossenschaften von jungen Schauspielern, Technikern und Seeleuten als Wander- und Puppentheater betrieben wird. Die Premiere für diese Saison 2021 fand am Elbufer in Wittenberge statt. Das selbst konstruierte und gebaute Schiff namens “Genossin Rosi” liegt im Herbst und Winter in Oranienburg. Der wie ein Hausboot wirkende Kahn wurde unter dem Titel “Traumschüff eG” als Genossenschaft gegründet ….

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Genossenschaftsforschung befasst sich mit der Seniorengenossenschaft

“Unser Anliegen ist es, soziale Bedürfnislagen zu erkennen, zu beobachten, zu analysieren, innovative Lösungen zu finden und entsprechende Entwicklungen zu fördern. Das Ganze ist auf die Südtiroler Realität bezogen, wobei der Blick über die Grenzen hinaus sehr wichtig ist”. Das erklärt der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Sozialgenossenschaft SOPHIA (Genossenschaft für soziale Innovation und Forschung), Karl Tragust, in einem Interview mit dem Nachrichten- und Community-Portal Salto.bz, das im aktuellen Mai-Newsletter der Genossenschaft abgedruckt ist. In dem Gespräch ist auch die Rede von einem besonderen Projekt. Es handelt sich dabei um den Vorschlag, das deutsche Modell der Seniorengenossenschaft in Südtirol zu etablieren.

Nach den Worten von Tragust findet man bei SOPHIA Genossenschaftsmitglieder aus Wissenschaft und Praxis. Es seien Dozenten der Universität Bozen, Leute aus der Wirtschaft und dem Finanzbereich sowie Praktiker aus dem Sozialbereich, der Verwaltung und der Politik.
Im vergangenen Jahr war SOPHIA an einem EU Projekt im ostdeutschen Bundesland Brandenburg beteiligt gewesen, um der ländlichen Abwanderung entgegenzuwirken und die Nachfolge von Betrieben zu sichern.

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Unternehmensnachfolge in Genossenschaft – online Info Workshop

Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen und direkten Reaktionen auf unseren Beitrag zum Thema Workers Buy Out konnten die GenoNachrichten kurzfristig ein digitales Workshop Format 
zum Thema Unternehmensnachfolge in Genossenschaft anbieten. Der digitale Einführungsworkshop mit Chef und Belegschaft richtet ich an kleinere und mittlere Unternehmen mit bis zu 50 Mitabeitern. Die Info-Veranstaltung dauert 90 Minuten und kann grundsätzlich auch in einer verlängerten Mittagspause durchgeführt werden.

Das von unseren Südtiroler Partner Sophia in Kooperation mit dem Südtiroler Genossenschaftsverband in Südtirol entwickelte und erprobte Konzept wurde an Deutsche Gesetzgebung angepasst und „Corona bedingt“ digitalisiert.
Die GenoNachrichten berichten in der Reihe: “von unseren Nachbarn lernen” regelmäßig aus der Genossenschaftsszene Südtirol. Die gemeinsame Sprache und die deckungsgleichen genossenschaftlichen Werte erleichtern den Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Für den südtiroler Genossenschaftsverband sind die vom ICA entwickelten, weltweit gültigen, genossenschaftlichen Wertvorstellungen eine Selbstverständlichkeit. Diese Werte werden auch von den deutschen CoopGo Genossenschaften vorgelebt. Die von SOPHIA im Auftrag des Arbeitsunterlagen des coopbund ALTO ADIGE SÜDTIROL entwickelten Unterlagen stehen hier zum downoad bereit. Seminartermine für das CoopGo Deutschland Workshop Format können direkt über den Veranstalter igenos.de gebucht werden

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Abkommen zur Förderung der Workers BuyOut unterzeichnet

Die Verbreitung und Konsolidierung genossenschaftlicher Workers BuyOut soll durch die Kooperation mit den Gewerkschaften abgesichert werden. WBO`s sollen die Unternehmensübernahme im Rahmen des Generationswechsels ermöglichen, sie dienen aber auch zur Bewältigung von Unternehmenskrisen und zur Sicherung des Betriebsvermögens. Es geht auch darum das technische know-how am Standort zu erhalten. Das ist die Zielsetzung des Abkommens, dass von den Südtiroler Gewerkschaften und Coopbund Alto Adige Südtirol am 5. Mai 2021 im Sitz des Genossenschaftsverbandes unterzeichnet wurde.

Das Workers BuyOut (kurz WBO) ist eine Möglichkeit für die betroffenen Arbeitnehmer sich an der Übernahme ihres Unternehmens zu beteiligen. In Italien ist WBO eine häufig angewandte Methode, die sich in der Praxis bewährt hat, wenn ein Unternehmen mit dem Generationswechsel konfrontiert wird, aber keinen vom Firmeninhaber bestimmten Nachfolger hat, oder wenn sich ein Unternehmen in der Krise befindet und wirtschaftlich somit gefährdet ist.
Das WBO Konzept der Südtiroler stand auch Pate bei der mit EU Fördermitteln finanzierten Initiative WBO-Brandenburg. Wie die GenoNachrichten vom 10.Januar 2020 berichteten, wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Coopbund und dem Fachbuchautor Oscar Kieswetter vom südtiroler Thinktank Sophia realisiert. Auch hier ging es um die Frage, wer soll unseren Betrieb übernehmen. Die weitere Umsetzung des vielversprechenden CoopGo Konzepts wurde dann durch die Corona Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Rahmen der Initiative Genossenschaften fördern Genossenschaften bietet der MMW-CoopGo-Bundesverband Regionalbüro Süd, den interessierten Unternehmen und deren Mitarbeiter unternehmensspezifisch abgestimmte Video-Konferenzen an.

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Casa Prossima Genossenschaft löst Wohnungsnöte

Eine originelle Lösung von Wohnungsnöten in Norditalien hat Coopbund Alto Adige Südtirol entwickelt. Über Einzelheiten informiert Coopbund-Presseprecherin Elena Covi zu Wochenmitte aus Bolzano und erläutert das Vorhaben. Um sich bei der Gemeinde Bozen mehr Gehör zu verschaffen, fördere Coopbund die Gründung der Genossenschaft Casa Prossima, die alle Anfragen derjenigen entgegennimmt, die in Bozen eine Wohnung suchen und Anspruch auf eine geförderte Wohnung haben.

Der Leiter der Abteilung Wohnbaugenossenschaft in Coopbund, Alberto Bocchio, nennt Voraussetzungen: “Es ist notwendig, dass der Bedarf belegt und der Gemeinde offiziell mitgeteilt wird”. Nach seinen Worten besagen die offiziellen Daten, die der Gemeinde bereits vorliegen, dass in den nächsten zehn Jahren ein Bedarf von 4.000 Wohnungen besteht und die Stadtplanung dies nicht berücksichtigt. “Das ist eine Tatsache, die nicht ignoriert werden kann, wenn wir einen weiteren Anstieg der Immobilienpreise, die Ansiedlung in den Nachbargemeinden und den Zusammenbruch der Mobilität zur Hauptstadt vermeiden wollen”, so Bocchio

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