Omnibusverkehr Israels von Genossenschaften beherrscht

Tel-Aviv, 5. April 2018 (geno). Drei staatliche Genossenschaften beherrschen den israelischen Omnibusverkehr. An der Spitze rangiert Egged. In ihrer Hand liegt fast der gesamte Überlandverkehr und ihre Bedeutung entspricht – verglichen mit anderen Ländern – der nationaler Eisenbahngesellschaften. Die Genossenschaft Egged betreibt 1.318 Busse auf 680 Linien und befördert pro Jahr etwa 250 Millionen Passagiere. Ein Schwerpunkt ist die Hauptstadt Tel-Aviv. Dort befindet sich ein moderner, nach britischem Vorbild angelegter Zentral-Omnibusbahnhof, der das mit Abstand höchste Fahrgastaufkommen ausweist. In kleineren Städten und ländlichen Gegenden stehen an den Haltepunkten Schutzhäuschen, die die Wartenden vor der brennenden Sonne schützen. Manchmal sind sie in Wüste und Ödland weit und breit die einzigen Bauwerke. 

Das eigentliche Stadtnetz von Tel-Aviv wird von der Genossenschaft Dan betrieben, die mit 625 Omnibussen und 77 Linien 242 Millionen Fahrgästen pro Jahr eine ähnliche Leistung wie Egged erbringt. Grund dafür ist, dass es außer Taxis kaum andere Verkehrmittel in Israel gibt. Außerdem ist die Stadt stark zersiedelt und die Stadtfläche sehr weitläufig. Ähnlich US-amerikanischen Stadtstrukturen sind sogar die Fahrwege des innerstädtischen Verkehrs sehr weit.

Die kleinste Omnibus-Genossenschaft ist Hamkasher. Für sie sind 180 Busse auf 28 Linien im Raum Groß-Jerusalem unterwegs. Rund 47 Millionen Passagiere werden von Hamkasher befördert. Dieses Unternehmen muss mit den stärksten Saison-Schwankungen zurechtkommen, weil viele ihrer Zielpunkte die heiligen Stätten sind. Dort herrscht im Frühjahr um die Osterzeit besonders viel Betrieb.

Inzwischen hat sich in Israel der Tourismus zu einer wichtigen Säule der Omnibus-Genossenschaften entwickelt. Die verglichen mit anderen Ländern sehr seltene, fast monopolartige Dominanz des genossenschaftlichen Omnibusverkehrs hat sich für das kleine Land am östlichen Mittelmeer nach Einschätzung von Fachleuten als sehr erfolgreich erwiesen. ++ (vk/mgn/05.04.18 – 067)

www.genonachrichten.de, www.genonachrichten.wordpress.com, www.genossenschaftsnachrichten.wordpress.com, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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