Koop5 als neue Dimension kooperativer und gemeinwohlorientierter Stadtplanung

Berlin, 22. Dezember 2018 (geno). Seit Januar dieses Jahres arbeitet die ZUsammenKUNFT eG gemeinsam mit vier Partnern mitten im Berliner Zentrum am Alexanderplatz an einem außergewöhnlichen Experiment. Die grundlegende Devise heißt nämlich, kooperativ ein gemeinwohlorientiertes Modellprojekt zum Erfolg zu führen. Im Mittelpunkt dieser neudimesionierten Stadt- und Quartiertiersplanung steht der riesige, seit zehn Jahren leerstehende Gebäudekomplex, in dem seit 1970 die staatliche DDR-Zentralverwaltung für Statistik ansässig war.

In diesem Jahr wurde eine Kooperationsvereinbarung der fünf Partner geschlossen, zu der unter der Bezeichnung Koop5 neben der Genossenschaft desweiteren die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Bezirksamt Mitte sowie die landeseigenen Gesellschaften WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte und BIM Berliner Immobilienmanagement gehören. Seit September dieses Jahres läuft das städtebauliche Werkstattverfahren. Sein Ziel ist, die Grundlage für einen neuen Bebauungsplan für das Areal “Haus der Statistik” zu erarbeiten. Das ist nötig, um die künftig geplanten Nutzungen – Raum für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, bezahlbares Wohnen, ein neues Rathaus für Mitte sowie Verwaltungen – in den Bestandsgebäuden und auf 65.000 Quadratmeter Neubau realisieren zu können.

Es wird vieles anders gemacht als üblich. Planer, Architekten, Anwohner und Freizeitliebhaber tauschen sich von Anfang an in dem integrierten Werkstattprozess aus, wirken mit und geben Impulse. Dazu gibt es eine erste Anlauf-, Informations- und Mitmachzentrale rundum die Entwicklung des Areals am Alexanderplatz. Sie nennt sich “Werkstatt Haus der Statistik” und hat ihr Domizil in einem flachen Eingeschosser, der zu DDR-Zeiten eine Apotheke und nach der Wende ein Fahrradgeschäft beherbergte. In diesem am Fuße des gigantischen Bauensembles gelegenen Bauwerk finden die Veranstaltungen des integrierten Werkstattverfahrens statt. Unter den Namen Kolloquien, Planungslabor und Workshops kann sich praktisch jeder nur irgendwie an dem Projekt Interessierte informieren oder sogar einbringen.

Der nächste zeitliche Bauabschnitt beginnt 2019 mit dem Instandsetzen des Bestandsgebäudes. Im Jahr 2020 soll der Wohnungsbau in Angriff genommen werden und 2025 wird das Rathaus installiert. ++ (ba/mgn/22.12.18 – 247)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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