Kometenhafter Aufstieg einer Sozialgenossenschaft – In Singapur jeder zweite Genossenschaftsmitglied

Singapur, 28. Mai 2018 (geno). Im asiatischen Stadtstaat Singapur mit seinen insgesamt 1,6 Millionen Einwohner ist jeder zweite Bürger Mitglied einer Genossenschaft. 17.800 davon gehören zu der kometenhaft aufgestiegenen Sozial- und Gesundheits-Genossenschaft NTUC Health Co-operative, die vor rund 20 Jahren gegründet wurde. Der jetzt unmittelbar vor der Hauptversammlung am nächsten Donnerstag in Singapur veröffentlichte 63 Seiten starke Jahresbericht spricht Bände über den auch 2017 erfolgreich verlaufenen Kurs der Genossenschaft, die im vergangenen Jahr ein dreistufiges Inter-Generationen-Modell entwickelte, das Kleinkinder und Senioren zusammenführt. Im Rapport ist zu lesen, dass das Selbstbewusstsein der älteren Bevölkerungsschichten gestärkt werden soll, indem sie die jüngere Generation betreut und Vorschulkindern Werte wie Empathie, Mitgefühl und Respekt gegenüber den Älteren vermitteln.  

Initiator der Genossenschaft war die nationale Gewerkschaftsbewegung Singapurs, die bereits in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts grundsätzliche genossenschaftliche Lösungsansätze verfolgte und auch heute noch zu den sieben institutionellen Mitglieder der Kooperative zählt. Sie hatte frühzeitig erkannt, dass mit der Bildung von Genossenschaften die allmählich sich abzeichnende Kluft zwischen dem wachsenden Bevölkerungsanteil der älteren Generation und sinkenden Geburtenraten geschlossen werden kann. Die Herausforderung wurde angenommen. Eine erste Zahnklinik wurde im Mai 1972 eröffnet. In der Anfangsphase wurde desweiteren eine soziale Kindertagesstätte in Masiling gegründet. Es folgten 18 Apotheken sowie Seniorenbetreuungsdienste für Familien mit mittleren Einkommen. 2009 wurde ein häuslicher Pflegedienst eingerichtet, um eine grundlegende klinische Versorgung, Injektionsleistungen und Wundreinigung zu gewährleisten. 2011 entstanden Sonderverwaltungszentren als Anlaufstellen für benachteiligte ältere Menschen. 2014 begann der Bau und Betrieb von Seniorenzentren. Im vergangenen Jahr wurde das dreizehnte seiner Art eröffnet. ++ (gs/mgn/28.05.18 – 103)

www.genonachrichten.de, www.genonachrichten.wordpress.com, www.genossenschaftsnachrichten.wordpress.com, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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