Hitler Diktatur beendet genossenschaftliche Selbstorganisation

Allgemein

Am 23. März 1933 wurde im Deutschen Reich die demokratische Grundordnung mehrheitlich abgeschafft. Die Hitler Diktatur beendet genossenschaftliche Selbstorganisation.

Das Parlament macht den  Weg frei, für die Hitler Diktatur. Das Ermächtigungsgesetze wurden beschlossen. Als direkte Folge wurden 1934 auch die 
Rechte der Genossenschaftsmitglieder drastisch beschnitten

Unter dem Führer Adolf Hitler entstand ein beispiellos durchorganisierter Verwaltungsapparat,  dessen Effizienz heute noch zu erkennen ist. Auch die Hitlergesetze begleiten uns immer noch auf Schritt und Tritt. 

Ein Beispiel. 
Die ursprüngliche Idee der genossenschaftlichen Selbstorganisation wurde 1934 per Führererlass aufgelöst. Das Verbandswesen wurde gestärkt, die Pflichtprüfung, die Zwangsmitgliedschaft  und das Führerprinzip kommen aus dieser Epoche.
Der genossenschaftliche Förderauftrag wird seit dem grob vernachlässigt, neu interpretiert oder als Sozialromantik abgetan. Transparenz und Mitbestimmung wurden zu Fremdworten. 

Es geht schon lange nicht mehr um Mitgliederinteressen, sondern um übergeordnete genossenschaftliche Ziele, die  dem Genossenschaftsmitglied gar nicht bekannt sind, aber mit Unterstützung staatlicher Stellen, z.B. der BaFin umgesetzt werden.

Nicht die Mitglieder entscheiden über ihre Genossenschaften,  sondern die Genossenschaftsverbände.

Energiegenossenschaften nutzen nur in Ausnahmefällen die selbst erzeugte Energie. Auch hier wird der Rechtsmantel der Genossenschaft missbraucht. Es geht gar nicht um genossenschaftliche Mitgliederförderung durch gemeinsamen Geschäftsbetrieb,  sondern nur um die Kapitalrendite.

Kommunale Wohnungsbaugesellschaften werden privatisiert um die Interessen der privaten  Wohnungswirtschaft zu schützen. Gleichzeitig werden die Nutzungsgebühren für Genossenschaftswohnungen an den lokalen Mietpreis Spiegel angepasst. Preisgünstiger Wohnraum verzerrt den Wettbewerb. 

Kleine und mittlere Genossenschaftsbanken mutieren zu großen Universalbanken und sind hochprofitabel. Die Gewinne werden in den “Fonds für allgemeine Bankrisiken” vor den Eigentümern versteckt. Genossenschaftsbanken werden zu Fusionen genötigt um eine  übergeordnete genossenschaftliche Verbandsstrategie umzusetzen. Auf diesem Weg wird das Genossenschaftskapital abgeräumt und verschoben. 
Weigern sich die Vorstände mitzuspielen, riskieren diese ihren Job und werden mit nachhaltiger Unterstützung der BaFin abgesetzt. 

Dass sich diese angeordneten Bankfusionen immer gegen die Interessen der Genossenschaftsmitglieder richten wird verheimlicht.  
Dass es Alternativen zur Fusion gibt wird auch verschwiegen

Der  23.März ist ein denkwürdiges Datum für die genossenschaftliche Selbstorganisation.
Bereits am 23.März 1889 wurde im Reichstag erstmals der Schutz der Genossen vor ihren Verwaltungsorganen eingefordert. Nennenswerte Ergebnisse sind nicht bekannt. Dank dem erfolgreich eingeführten Führerprinzip erinnern die Zustände im genossenschaftlichen Verwaltungsapparat an den real existierenden Sozialismus der DDR.

Mit Genossenschaft hat all dieses gar nicht mehr zu tun. Unsere Genossenschaftsidee ist Weltkulturerbe und steht  unter UNESCO Schutz. Rettet unsere Genossenschaften.  Es gibt noch eine Menge  zu tun.
Gerald Wiegner, Vorstand 
igenos e.V. Interessenvertretung der Genossenschaftsmitglieder

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