Berner Pflegegenossenschaft setzt sparsamere Stadtautos ein

Bern, 15. Dezember 2015 (geno). Seit Anfang dieses Monats sind für die Pflegegenossenschaft Spitex Bern 25 neue Fahrzeuge im Einsatz. Die französischen Fabrikate zeichnen sich durch eine höhere Wendigkeit aus, fallen in die Energieklasse A und tragen so zu einer sehr effizienten Fahrweise im Stadtverkehr bei. Zur Fahrzeugflotte gehören desweiteren elektrisch betriebene Fahrräder.

Die Spitex Bern war im Mai vergangenen Jahres von einem Verein in eine Genossenschaft umgewandelt worden. Das Pflegeunternehmen hatte die Rechtsform verändert, um zu zusätzlichen Finanzmitteln zu kommen und eine höhere unternehmerische Unabhängigkeit zu gewinnen.  Um die Finanzbasis zu erweitern, sollten Privatpersonen und lokale Firmen Genossenschaftsanteile zeichnen. Die Genossenschaft kümmert sich nun um das operative Geschäft. Dennoch bleibt der Verein erhalten, konzentriert sich jedoch auf Kinderförderung und die Unterstützung benachteiligter Mitbürger.

Der Rechtsformwechsel hatte sich zudem aufgedrängt, weil der Kanton Bern geringere Leistungbeiträge zahlte und zugleich nach Nachfrage nach ambulanter Pflege weiter anstieg. So hatte sich in der Rechnung des vorangegangenen Jahres (2013) ein Verlust von rund einer halben Million Schweizer Franken ergeben. Parallel waren die Pflegeeinsätze um 9.000 auf fast 366.000 Franken gestiegen. In den Alters- und Pflegeheimen der Spitex Bern betrug im Jahr 2014 der durchschnittliche Aufwand pro Monat und Bewohner 8.700 Schweizer Franken. Die Hauspflege kostete im gleichen Zeitraum fünfmal weniger. Für die 450 Angestellte hatte sich durch die Umwandlung nichts verändert. ++ (ge/mgn/15.12.15 – 319)

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