Alaskas Ureinwohner stark in Genossenschaften organisiert – Erdöl löst Streit aus

Utquiagvik, 8. August 2022 (geno). In Alaska herrscht Ölboom. Die Ureinwohner dieses nördlichsten US-Bundesstaates, die sehr stark in Genossenschaften organisiert sind, begegnen sich dabei durchaus sehr kontrovers und in widerstreitenden Interessen. Die eine Gruppierung ist an den Öleinnahmen beteiligt, die andere will die fossilen Potentiale unangetastet lassen, um ihre ursprünglichen Lebensgrundlagen der Jagd auf Walrösser, Wale und Robben sowie des Fischfangs nicht zu gefährden.

Darüber berichtete Deutschlandfunk-Korrespondentin Doris Simon am Wochenende aus der nördlichsten USA-Stadt Utquiagvik. In Alaska gebe es 229 anerkannte indigene Stämme. Sie partizipieren seit 1971 durch einen Vertrag an den Einkünften der Erdölförderung. 1.144 US-Dollar flössen jedem beteiligten Ureinwohner jährlich zu. Die Genossenschaften der Inuit-Stämme profitierten zusätzlich. Unter 600.000 Hektar ihres Stammesgebietes ruhten sieben Milliarden Barrel Rohöl. Die Inuit befürworteten es, alles restlos zu fördern. Dazu gehört die größte Genossenschaft Inopia. Sie sei sogar treibende Kraft.

Die Gegner sähen dadurch ihre ursprünglichen Existenzgrundlagen „wegschwimmen“. Viele lebten noch so traditionell, sogar ohne Geld, in alten Riten und im Naturalaustausch: Sie jagen und fischen. Die Beute wird zerlegt, getrocknet und bevorratet, um karge Zeiten zu überstehen. Von dieser Lebensweise wollen sie unter keinen Umständen lassen. Nach Meinung der Reporterin Simon droht eine fundamentale gesellschaftliche Spaltung. ++ (ig/mgn/08.08.22 – 117)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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