Schmalkalden, den 9. Juni 2026. Die Geschichte der sogenannten Effenberg-Bank ist mehr als einen Dokumentarfilm wert. (Dieser Beitrag ist eine Fortsetzung – hier geht es zu Teil 1 ) Laut dem Interessengemeinschaft igenos Deutschland eV. , einem ursprünglichen, jedenfalls bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung noch ausgeschlossenen Mitglied der VR Bank Bad Salzungen -Schmalkalden eG , handelt es sich bei dem Vorgang um eine klassische Fallstudie für die Abkehr von der Genossenschaftsidee. Bei dem Vorgang handelt es sich ausdrücklich auch nicht um einen Einzelfall.
Die enormen Abschreibungen und Wertberichtigungen stellen nach Ansicht des Autors das genossenschaftliche Prüfungsmonopol und vor allem die bestehende Verbandsstruktur infrage und belegen dringenden Reformbedarf. Genossenschaften sind kein Selbstbedienungsladen. In diesem Zusammenhang erinnern wir uns nur ungern an den Coop-Skandal 1989 und seine bis heute messbaren negativen Auswirkungen – nicht nur auf die Einzelhandelsmarke COOP, sondern auch auf den kooperativen Sektor.
In der Filmdokumentation werden die Presseberichte den nackten Tatsachen gegenübergestellt. Hier müssen sich vor allem der zuständige Genossenschaftsverband und der Dienstleister AWADO eine Reihe unangenehmer Fragen gefallen lassen. Die AWADO Gruppe, ein ausgelagerter Dienstleiter des Genoverband war nicht nur für die Pressekommunikation der Effenberg-Bank zuständig sondern soll auch das Sanierungsprojekt in der Flassdorfstraße Oberhausen begutachtet und befürwortet haben.
Wer glaubt, durch eine bloße Namensänderung in „VR Bank in Nordhessen Westthüringen“ eine Flurbereinigung erreichen zu können, irrt sich. Genau das Gegenteil ist nun passiert.
Laut igenos stellt der Vorgang nicht nur das Prüfungsmonopol, sondern auch die genossenschaftliche Selbstverwaltung infrage. Die Angelegenheit ist somit auch nach der zu erwartenden Fusion erst abgeschlossen, wenn die in einer Genossenschaft vorausgesetzte Transparenz auch sichergestellt ist. Hierzu zählt auch die ausstehende Bearbeitung diverser Strafanzeigen, die wegen offensichtlicher Überlastung der Gerichte anscheinend nicht werden.

Neben der Internetdomäne hat sich eine als „Schmalkaldischer Bund“ auftretende Arbeitsgemeinschaft auch die Nutzungsrechte von mehr als 100 Stunden Filmmaterial gesichert. Der lokale TV-Sender Rennsteig TV hat die Genossenschaft über einen Zeitraum von 15 Jahren begleitet. Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrads der Effenberg-Bank stellt die Finanzierung der Filmproduktion kein Problem dar.
Zum Hintergrund. Das ursprüngliche Konzept der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG basiert auf Diversifikation durch unterschiedliche Geschäftsfelder und die langfristige Integration in die Region.
„Das Konzept: Bündelung der Kräfte – ein Markt eine Bank (Wie ist ein Markt definiert?), beruht hingegen auf einer top-down-Struktur, mangelnder Transparenz und dem sogenannten Silo-Wissen. Das Ergebnis dieser Fusionspolitik führt zur Kapitalakkumulation und Zentralisierung von Macht und Geld und hat sich somit sehr weit von der genossenschaftlichen Idee entfernt.“ So die Meinung des Autor Gerald Wiegner, Vorstand von igenos e.V.
Dieser Beitrag ist die Fortsetzung von: Die Effenberg-Bank lebt weiter – wenn auch nur in Form eines Dokumentarfilms.
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