Berlin, 12. Dezember 2025 (geno). Die Vertreterversammlung der Wohnungsbaugenossenschaft Zentrum (WGZ) hat am Donnerstagabend im Berliner Nobelhotel „Vienna House by Wyndham Andel’s Berlin“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden. Für alles denkbar Klandestine war umfassend gesorgt; sogar für das – scheinbar notwendige – Abfangen ungebetener Gäste gab es ein Art Sonderkommando. Das betraf auch Pressevertreter, denen vorab bereits mitgeteilt worden war, dass ihre Präsenz oder Teilnahme – mindestens unerwünscht ist.
Der Vorgang glich einer Geheimoperation. Eine unabhängige Berichterstattung war insofern nicht möglich. Die Führungsgremien der Wohnungsbaugenossenschaft wollten sich eben durch nichts und niemanden in „die Karten blicken“ lassen. Über das Ereignis, obwohl auf der Tagesordnung das für deutsche Genossenschaftswesen ein äußerst bedeutsames Thema wie das Nutzungsentgelt stand, sollte kein Lichtspalt an die Öffentlichkeit dringen. Wer nachdrücklicher darauf beharrte, an der Veranstaltung teilzunehmen, wurde mit nicht zutreffenden Behauptungen abgespeist und abgewiesen. Vom Aufsichtsrat, nicht den Vertretern, wie es das genossenschaftliche Regularium vorsieht.
So mutierte eine eigentlich weitgehend der Transparenz und der Demokratie dienende Zusammenkunft von Genossenschaftsvertretern zu einem oligarchisch anmutenden Treffen weniger eingeweihter Teilnehmer, die sich dem Ruch von „Dunkelmännern“ nicht entziehen können. ++ (vv/mgn/12.12.25 – 257)
www.genonachrichten.de, e-mail: genonachrichten.e, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27




1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort
Was ist das für ein Unsinn. Die Satzung der Genossenschaft ist hier eindeutig. § 32 (1), Satz 2 legt fest: „Die Vertreterversammlung ist eine nicht öffentliche geschlossene Versammlung der gewählten Vertreter zur Beratung und Beschlussfassung über Angelegenheiten der Genossenschaft gemäß Genossenschaftsgesetz und dieser Satzung.“ Die Teilnahme Externer ist nicht vorgesehen. Insofern hat der Aufsichtsrat hier genau das gemacht, was die Satzung vorsieht. „Nobelhotel“ ist ein Kampfbegriff, der hier verwendet wird. Es ist ein normales Tagungshotel, in dem in den vergangenen Jahren alle Vertreterversammlungen stattgefunden haben. Von besonderen Sicherheitsvorkehrungen kann keine Rede sein. Keine Security weit und breit. Nur Vertreter, Aufsichtsrat und Vorstand. Keine Oligarchen waren anwesend. Für diese ist unsere kleine Genossenschaft nicht von Interesse – so dass von einem „oligarchisch anmutenden Treffen weniger eingeweihter Teilnehmer, die sich dem Ruch von „Dunkelmännern“ [wenn schon, dann bitte auch „Dunkelfrauen“] nicht entziehen konnten“ keine Rede sein kann. Vielmehr war die Vertreterversammlung Ausdruck einer lebhaften genossenschaftlichen Demokratie. Jedes Genossenschaftsmitglied kann sich – wie immer – im Nachgang die ausführliche Niederschrift durchlesen und ist damit bestens über den Inhalt der Vertreterversammlung informiert.