Bankhaus RSA Unruhe auf der Generalversammlung

Wasserburg, den 12.11.25./ update 13.11.25 12:00h. Mitglieder des Bankhaus RSA sprechen von einer Schicksals-Generalversammlung, die heute in der Wasserburger Badria-Halle durchgeführt wird. Die Bilder, die langen Schlangen und die hohen Sicherheitsmaßnahmen an der Einlasskontrolle verzögerten den Beginn der Veranstaltung, die stark an die Ereignisse in Erfurter Messehallen vom 26.03.24. erinnerten. 

Bei der Generalversammlung der skandalumwitterten Effenberg-Bank gab es eine vergleichbare Situation. Die Erfurter Veranstaltung dauerte bis 3 Uhr morgens.
Von den GenoNachrichten wurden bereits aus Erfurt bekannte Gesichter in Wasserburg gesichtet. Die Wunschkandidaten für die Versammlungsleitung, die Genossenschaftsexpertin und Juristin  Frau Dr Andrea A. soll als frischgebackenes Mitglied der Genossenschaft die Versammlungsleitung übernehmen. Auch die Berliner BVR Sicherungseinrichtung und der Genossenschaftsverband Bayern sind prominent vertreten. Offensichtlich ein eingespieltes Team?

Wie bereits mehrfach berichtet, steht das Bankhaus RSA unter massiven Druck. Wertberichtigungen im Immobilienbereich sollen zu enormen Verlusten geführt haben, der Vorstand wurde ausgetauscht, die BVR Sicherungseinrichtung muß einspringen, damit kein weiterer Schaden entsteht. Die Lösung soll nun eine Fusion mit der Volks Raiffeisenbank Rosenheim eG sein, diese wurde aber offiziell bestritten

Insider nennen dieses bewährte Konzept „Druckfusion“- das Gegenstück wird übrigens „stille Sanierung“ genannt – erinnern aber höflich an das staatliche Prüfungsmonopol und an die Haftung der Vorstandsmitglieder.

+++update 13.11.2025. Teilnehmerzahl: Ca. 1.200 Mitglieder des Bankhaus RSA nahmen an der Generalversammlung ihrer Genossenschaft teil. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurde auf die nächste Generalversammlung verschoben. Aufgrund der massiven Vorwürfe gegen Vorstand und Aufsichtsrat wird dieses Votum aber von den Teilnehmern als positives Zeichen gewertet.
+++ update 14.11.2025. Eine Presseerklärung liegt den GenoNachrichten noch nicht vor.++++

Bankhaus RSA, Bankhaus RSA Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurde verschoben
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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ich habe an der Generalversammlung am 13.11. teilgenommen.

    In meinen Augen ist die Abstimmung zur Bekanntgabe des Prüfberichts nicht ordnungsgemäß abgelaufen. Die Abstimmung wurde als ja/nein Abstimmung präsentiert den gesamten Prüfbericht an Ort und Stelle vorzulesen. Es gab eine Nachfrage ob denn der gesamte Prüfbericht in den Filialen einsehbar ist. Das wurde vom Vorstand und Frau Dr. A. bejaht. Die anschließende Abstimmung (vermeintlich über das Vorlesen der „200 Seiten“) fiel negativ aus. Auf Nachfrage wurde mir in der Filiale heute mitgeteilt, nur die Zusammenfassung des Prüfberichts sei einsehbar.

  • Das ist kein Wirtschaftskrimi, sondern wie TATORT eine erfolgreiche Serie. Das läuft seit vielen Jahren so ab: “ 
Im Rahmen einer „kraftvollen Präsentation“ des Genossenschaftsbanken-Sektors in der Hauptstadt wurde 1999 die Berliner Volksbank aus 3 Banken zur damals größten Genossenschaftsbank zusammen fusioniert. Die Wertberichtigungen der Jahre 1994 – 1998 beliefen sich auf 1,1 Mrd. DM.“

  • Was heißt hier „früher eingreift“. Sämtliche Vorgänge auch die „Vetternwirtschaft“ waren dem Genossenschaftsverband Bayern und auch dem BVR seit Jahren bekannt. Es wäre vielleicht besser zu fragen, warum sämtliche Prüfungsberichte bis 2024 keinerlei Beanstandungen ergaben und plötzlich und vollommen unerwartet im Jahr 2025 plötzlich ein Wirtschaftskrimi draus geworden sein soll? Vielleicht kann man ja mal die Prüfer der Vorjahre fragen oder sogar den Verband in die Haftung bringen.
    Ich finde jedenfalls: Das Ganze hat ein gewaltiges Gschmäckle.

  • Material genug für einen Wirtschaftskrimi!
    Traurig , wie Vetternwirtschaft und Dominanzstreben eine Regional-Bank ruinieren können , ohne
    daß die Bankenaufsicht früher eingreift.
    Das Nachsehen haben die Gemeinden,sie verlieren erheblich Gewerbesteuer und die Bürger
    ihre ortsnahe Bank.

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