Genossenschaftliche Bewässerungsgemeinschaften im Aufwind

Palma de Mallorca/Ottersheim, 6. April 2022 (geno). Genossenschaftliche Bewässerungsgemeinschaften setzen am Mittwoch gleich zwei markante Achtungssignale. Wie der spanische Nachrichtenkanal mallorca-services.es berichtet, stellt die Regierung der Bewässerungsgemeinschaft Porreres auf Mallorca eine Investitionssumme von 7,4 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld soll die Verwaltung optimiert und digitalisiert werden. Außerdem dienen die Finanzmittel dazu, die Qualität des regenerierten Wassers aus dem Bewässerungsteich der Genossenschaft Porreres für die heimische Agrarwirtschaft zu verbessern. In dieser ersten Phase wird das Bewässerungsnetz 32 Landwirte in den Gemeinden Porreres und Felanitx, die 211 Hektar bewirtschaften, versorgen. Nach den Worten der Bürgermeisterin von Porreres, Xisca Mora, ermöglicht die Investition es den Bauern, einige Kulturen wieder anzubauen, die verloren gegangen waren. So werden lokale Sorten von Produkten gerettet. Mit einer Folgeinvestition in Höhe von 37,1 Millionen Euro werden in der zweiten Phase des Vorhabens weitere Regionen einbezogen. Dazu zählen das Gebiet Pla de Sant Jordi und die Eivissa-Gemeinden Santa Eularia des Riu und Sant Joan de Labritja. Letztlich sollen mehr als 100 Bewässerungsanlagen entstehen.

Der zweite bemerkenswerte Paukenschlag in Sachen Bewässerungsgemeinschaften ertönte in Deutschland. Die Deutsche UNESCO-Kommission setzte die Bewässerungsgemeinschaft Queichwiesen in Ottersheim bei Landau – auch am Mittwoch – auf die Vorschlagsliste des immateriellen Kulturerbes. „Durch die Nutzung der Schwerkraft werden landwirtschaftlich genutzte Flächen mithilfe dieser jahrhundertealten Kulturtechnik bis heute bewässert. Diese nachhaltige und auf Kooperation basierende Wasserversorgung ist für den Menschen und die biologische Vielfalt von großer Bedeutung“, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission. Deren Schluss-Satz lautet: „In Deutschland ist die traditionelle Bewässerung unter anderem entlang der Flüsse Rednitz, Regnitz und Wiesent in Franken sowie im Gebiet der im Rhein mündenden Queich in Rheinland-Pfalz bis heute lebendig“. ++ (bw/mgn/06.04.22 – 050)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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