Zehn bis zwölf neue Genossenschaften pro Monat

Münster/Darmstadt, 10. November 2021 (geno). Zehn bis zwölf neuen Genossenschaften pro Monat hilft Unternehmensberater Sven Leudesdorff-Pfeifer derzeit auf die Füße. Mit seinem achtköpfigen Team, dem auch eine armenische Volljuristin angehört, hat seine Organisation GenoHeld innerhalb von drei Jahrzehnten 200 Genossenschaften mit aus der Taufe gehoben.

Einer aktuellen Mitteilung von GenoHeld zufolge werden über die Rechtsform eingetragene Genossenschaft sehr widersprüchliche Informationen verbreitet. Leudesdorff-Pfeifer schreibt: „Während auf der einen Seite versprochen wird, die Genossenschaft verhelfe quasi zur Steuerfreiheit und es ließe sich alles in der Genossenschaft fördern, fallen auf der anderen Seite Begriffe wie’Sachdividende‘ oder ‚verdeckte Gewinnausschüttung'“. Der Grund für die Widersprüche sei im Genossenschaftswesen selbst zu suchen. Genossenschaften gebe es in Deutschland bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Seither sei viel Zeit vergangen und das bringe zwangsläufig viele, auch steuerliche Wandlungen mit sich.

Beispielsweise waren Genossenschaften während des Ersten Weltkriegs aufgrund der Wohnraumversorgung sehr gefragt. Ähnliches gelte für die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Das demokratische Prinzip von Genossenschaften sei der Führung ein Dorn im Auge gewesen, weshalb auch die Genossenschaften der „Gleichschaltung“ unterlagen. Somit seien sie quasi „halbstaatlich“ und für Propagandazwecke genutzt worden, waren jedoch steuerbefreit, weshalb sie sich dennoch einer großen Beliebtheit erfreuten.

GenoHeld gründet in der Regel kleine Genossenschaften mit drei bis 20 Mitgliedern. Diese sind nicht für alle offen. Es sind keine Publikumsgenossenschaften und nicht steuerbefreit. Das führt zu einer vollkommen anderen Ausgangslage, mit der viele Berater im Genossenschaftskontext noch nicht sehr vertraut sind, ist dem Newsletter zu entnehmen. ++ (gg/mgn/10.11.21 – 132)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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