Hamburger Wohnungs Genossenschaft baut auf ehemaliger Müllkippe

Hamburg, 11. Februar 2021 (geno). Seit Mai 2018 gilt ein Treuhandvertrag, den die Hansestadt Hamburg mit der Gartenstadt Farmsen eG (MGF) geschlossen hat. Das Ende der Laufzeit des Kontrakts ist der 31. Dezember 2077. In diesem Zeitraum sollen rund 800 neue Wohnungen entstehen und bezahlbar sein. So ist ein Anteil von 35 Prozent der Bestandswohnungen an Inhaber eines Wohnberechtigungsscheines zu überlassen und zehn Prozent an Personen zu vermieten, die von der Freien und Hansestadt Hamburg als wohnungssuchend anerkannt sind.

“Der Vertrag ist ein Meilenstein unserer seit 1992 bestehenden Genossenschaft”, erklärt in einer Pressemitteilung der Hamburger Finanzbehörde der MGF-Vorstandsvorsitzende , Matthias Diekhöner. Insbesondere die mit dem Neubau einhergehende Sanierung der ehemaligen Mülldeponie biete eine enorme Chance, dass möglichst viele Menschen von der Erweiterung der Gartenstadt profitieren können. Jede Chance ist aber auch mit einem Risiko verknüpft. Der Boden der Mülldeponie ist verseucht und muss somit teilweise ausgetauscht werden. Die Gartenstadt Farmsen eG MGF ist gemäß Vertrag für Bewirtschaftung, Instandhaltung und Verwaltung der Wohnungsbestände in der im Nordosten der Hansestadt gelegenen Stadtsiedlung verantwortlich. Aus der Treuhänderschaft ergibt sich, dass die Genossenschaft aus den Überschüssen der Bewirtschaftung ein angemessenes Treuhandentgelt an den Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen – und damit an den Hamburger Haushalt – abführt. Die MGF wird den derzeit 2.558 Wohnungen umfassenden Gebäudebestand um 178 weitere Wohnungen erweitern, städtische Altlastflächen sanieren und dort bis zu 600 neue Wohnungen bauen. ++ (wg/mgn/11.02.21 – 019)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

Weitere interessante Hintergrundinformationen zur Gründung der Gartenstadt Farmsen eG liefert auch der Berner Bote, den wir hier zitieren: “Im Jahr 1985 fürchteten die Farmsener Mieter bei der NEUEN HEIMAT den Verlust ihrer Wohnungen, da Teile der Siedlung an kapitalkräftige Interessenten veräußert werden sollten. Aufgrund dessen wurde die Mieterinitiative „Neue Heimat Farmsen“ ins Leben gerufen. Alle Mitglieder der Initiative verfolgten das gleiche Ziel: den Erhalt der Siedlung. Im Jahr 1988 wurde für den Erhalt der Gartenstadt Farmsen eine Genossenschaft gegründet. Die Eintragung in das Genossenschaftsregister erfolgte im Jahr 1992. Im selben Jahr hatte die Freie und Hansestadt Hamburg den Wohnungsbestand gekauft und an die mgf verpachtet.

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