Bundeskongress der Energiegenossenschaften – Muster für Afrika

Berlin, 1. Februar 2018 (geno). Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) sucht gezielt die Kooperation mit Deutschlands Genossenschaften. Das erklärte die BMZ-Energiebeauftragte für Afrika, Bärbel Höhn, am Donnerstag in Berlin beim Bundeskongress der deutschen Energiegenossenschaften. Es gehe um den Aufbau dezentraler Energiesysteme auf regenerativer Basis, vor allem Sonnenkraft, durch die afrikanischen Bürger selbst. “Wir dürfen allerdings nicht unser Modell auf Afrika übertragen”, warnt die ehemalige Staatsministerin Nordrhein-Westfalens. Gebraucht würden angepasste Lösungen, die zudem einfach sind. Derzeit werden acht afrikanische Länder ausgewählt, in denen Musterverfahren etabliert werden, sofern dort der politische Wille zum energetischen Wandel erkennbar ist. Von dort sollen die angebotenen und umgesetzten Projekte als nachahmenswerte Beispiele auf andere Länder des schwarzen Kontinents ausstrahlen. Bis zum Jahr 2020 sollten 500 kleine und mittlere Unternehmen entstehen, vornehmlich Genossenschaften. Davon sollen 50 im Agrarbereich und 100 als Bürgerenergiegenossenschaften installiert werden.

Höhn schilderte die dramatische Energie- und Klimasituation in Afrika. 60 Prozent der Bevölkerung hätten keine stabile Stromversorgung. Während jeder Afrikaner weit unter einer Tonne Kohlendioxid pro Jahr verursacht, entfallen in Deutschland 9.000 Tonnen Kohlendioxid auf einen Bewohner. Aufgrund dieser krassen Diskrepanz “wollen Afrikas Chefs alle Kohlekraftwerke”, so Höhn. Grund für diese Haltung sei der Tatbestand, dass Deutschland und die Europäer sich nicht von der Kohle als Energieträger lossagen. Deutschlands Kohleanteil bei der Energieproduktion betrage immer noch 40 Prozent. ++ (bk/mgn/01.02.18 – 024)

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