Rewe-Genossenschaft bleibt auf Alten Kontinent konzentriert

Köln, 15. April 2019 (geno). “Wir sind in zwölf europäischen Ländern aktiv, aber nur in dreien unter den ersten drei. Auf dem Alten Kontinent investieren wir jedes Jahr zwei Milliarden Euro. Hier haben wir viele Synergien. Rewe-Supermärkte in Japan würden uns null Synergien bringen”. Das erklärte Rewe-Chef Lionel Souque in dem deutschen Wirtschaftsmagazin “Bilanz” im April dieses Jahres. Als Genossenschaft, deren Eigentümer als selbstständige Kaufleute in Deutschland arbeiten, könne es sich Rewe nicht erlauben, zehn Milliarden Schulden zu machen, um die Welt zu erobern. Das sei bei Lidl und Aldi anders. Die hätten milliardenschwere Familieneigentümer. Die Strategie der Rewe-Genossenschaft sei ganz klar: keine neuen Länder, Konzentration auf die Länder, in denen derzeit investiert wird. So lautete die Antwort des gebürtigen Franzosen auf die Frage, ob die Rechtsform Genossenschaft die Expansion behindert.

Die Rewe-Group gehört neben Aldi, Lidl und Edeka zu den großen vier des deutschen Lebensmittelhandels. Sie wurde 1927 als “Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften” gegründet und ist bis in die Gegenwart eine Genossenschaft. Die Eigentümer sind selbstständige Kaufleute. Außer den Geschäften dieser rund 2.200 Genossenschaftsmitglieder betreibt die Zentrale mehr als 1.800 Läden in Eigenregie. Zur Gruppe gehören die Discounter von Penny, die Toom-Baumärkte und das Touristik-Unternehmen Dertours. Insgesamt befinden sich 396 Firmen in der Rewe-Group, in der 360.000 Mitarbeiter tätig sind und im vergangenen Jahr mehr als 60 Milliarden Euro umgesetzt wurden. ++ (hl/mgn/15.04.19 – 075)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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