MONDRAGON unterstützt US Genossenschaftsmodelle

New York, 18. Juni 2020 (geno). Seit rund zehn Jahren kooperieren die weltgrößte, im spanischen Baskenland beheimatete Genossenschaft Mondragon und Nordamerikas größte Gewerkschaft – die United Steelworkers Union (USW). Sie wollen Genossenschaften zu tragfähigen Geschäftsmodellen machen. Weitere hispanoamerkanische Genossenschaftsprojekte etabliert “The Working World” (TWW), das im argentinischen Buenos Aires als Genossenschaft gegründet und im April 2011 ein USA-Büro in New York eröffnet hat. Es nahm sofort Verbindungen zu lokalen Genossenschaftsbewegungen auf und suchte Partner, um Arbeiterselbstverwaltungen zu initiieren. Seit der globalen Krise 2008/2009 werden Genossenschaften in den USA immer beliebter. Für prekär Beschäftigte und Lebende sind Kooperativen und Selbstverwaltungen überlebenswichtig geworden.

Genossenschaften haben in der Vereinigten Staaten von Amerika, in denen es heute etwa 47.000 Kooperativen mit rund 100 Millionen Mitgliedern gibt, eine lange Tradition. Bereits im Jahr 1830 entstanden erste Arbeitnehmergenossenschaften. Darüber schreibt das Mitglied einer Tischlergenossenschaft und Vorstandsmitglied im PEN USA West, John Curl, in seinem Buch “For All the People”. Obwohl in den USA zu keinem Zeitpunkt ein zentrales Genossenschaftsgesetz zustande gekommen ist, gibt es kaum übersehbare Initiativen in den einzelnen Bundesstaaten.

Besonders profiliert hat sich der Bundesstaat Wisconsin. Dort gibt es 850 Genossenschaften und Kooperativen mit rund 425.000 Mitgliedern. Sie erzielen knapp 4,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz. Das erste Genossenschaftsgesetz von Wisconsin wurde 1887 erlassen und 1911 novelliert. Seitdem haben 16-US-Bundesstaaten das Winconsin-Modell übernommen. Das Gesetz wurde in den Jahren 1921, 1955 und 1989 überarbeitet. Es erlaubt Genossenschaften und Kooperativen zu jedem Zweck, außer der Eröffnung einer Bank- oder Versicherungsgenossenschaft. Die University of Wisconsin unterhält zudem einen der größten Fachbereiche, der sich der Förderung und Erforschung von Kooperationen und Genossenschaften in den USA widmet. ++ (us/mgn/18.06.20 – 094)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn) tel. 0176 / 26 00 60 27

Weitere GenoNachrichten zur Mondragon Gruppe gibt es hier.

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