GE-WO Osterfelder Wohnungsgenossenschaft: Vorstand will kritische Mitglieder mundtot machen

Oberhausen, 9. Juni 2020 (geno). Der Vorstand der GE-WO Osterfelder Wohnungsgenossenschaft eG in Oberhausen stößt auf zunehmende Kritik in der Mitgliedschaft, die beispielsweise gegen den von den Leitungsgremien angestrebten Abriss einer Häuserzeile Stellung bezieht. Die Auseinandersetzung nimmt an Schärfe zu. Juristische Lösungswege stehen bevor. Die kritischen Genossenschaftsmitglieder haben eine eigene Homepage eingerichtet, um die von ihnen verlangte Transparenz und Informationsfreiheit herzustellen. Sie steht nach eigenem Bekunden unter der Losung “Die Arbeit des Vorstandes und der Verwaltung unserer Genossenschaft beobachten und begleiten wir konstruktiv-kritisch. Über Aktivitäten, die den Satzungszielen zuwider laufen, werden wir auftragsgemäß die anderen Mitglieder und Co-Genossen informieren”.

Dieses Kommunikationspodium versucht nunmehr der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Hoffmann gerichtlich einstellen zu lassen. Als Streitpunkt hat er die Domain der Kritiker und die darauf basierende Homepage www.gewogenossen.de auserkoren. Im Mittelpunkt vor Gericht wird das Markenrecht stehen.

Die GE-WO Osterfelder Wohnungsgenossenschaft wurde 1904 gegründet und ist mit 4.500 Wohnungen die größte Wohnungskooperative der Stadt. Weitere Standorte hat die Genossenschaft mit mehr als 10.000 Wohnungsnutzern in Essen, Mülheim und Bottrop. ++ (tp/mgn/09.06.20 – 089)

Ähnliche Diskussionen um die Mitgliederrechte gab es im Zusammenhang mit einer nicht zugelassenen Mitgliederbefragung in Dresden wo bei Urteilsfindung das Genossenschaftsgesetz komplett abgekoppelt, sprich missachtet wurde.

Laut igenos (Deutschland) e.V. der Interessenvertretung der Genossenschaftsmitglieder gewinnen die Genossenschaftsmitglieder allmählich Selbstvertrauen und mischen sich, sehr zum missfallen der Vorstände und der Verbände, in ihre Belange, aber auch in die “Genossenschaftspolitik” ein. Eine Vorbildfunktion wird der Initiative Genossenschaft von unten zugesprochen.

Hier noch ein vergleichbarer Beitrag der GenoNachrichten.


www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Posteingang
    15. Juni 2020 17:23

    Es kommt immer wieder vor, dass unsere Vorstände versuchen die Wohnungsgenossen richtig unter Druck zu setzen. Der Vorstand soll doch froh sein, wenn sich die Mitglieder für ihre Genossenschaft einsetzen. Genau so funktioniert das doch normalerweise in einer Genossenschaft!

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