Französische Genossenschaft übernimmt ostdeutsche Käsereien

Bergen auf Rügen/Halle an der Saale, 21. November 2018 (geno). Die französische Molkereigenossenschaft Eurial hat zwei ostdeutsche Käsereien übernommen. Über Einzelheiten berichtet am Mittwoch die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle an der Saale. Bei den Käseherstellern handele es sich um die Produzenten der bekannten und beliebten Weichkäse-Marken “Rügener Badejunge” und “Der Grüne Altenburger”.

Das zur Molkereisparte der Agrar- und Lebensmittelgenossenschaft Agrial gehörende Unternehmen Eurial sei ein Schwergewicht im französischen Milch- und Käsemarkt. Das Unternehmen mit einem Umsatz von 2,3 Milliarden Euro verfüge über 24 Produktionsstandorte, darunter drei außerhalb Frankreichs. In Deutschland sei die Firma bisher nur mit drei Export-Organisationen aktiv. Sie schaffe sich mit dem Kauf der beiden Betriebe auf der Ostseeinsel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern und im thüringischen Altenburg ein Standbein in Deutschland.

Grund für die Übernahme ist die Marktstärke der beiden ostdeutschen Käsemarken. “Rügener Badejunge” ist inzwischen der beliebteste in Deutschland produzierte Camembert.  Seine Herstellung wird von der Eurial-Genossenschaft, als neuer französischer Eigentümerin Mitte nächsten Jahres von der Insel Rügen nach Altenburg verlagert. Dort wird auch weiterhin die Ziegenkäsemarke “Der Grüne Altenburger” erzeugt. Die 130 Arbeitsplätze bleiben trotz der Verschiebung der Produktionsorte erhalten. Der Markt für Ziegenkäse hat längst seine Nische verlassen und ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen.

Im vergangen Jahr haben die Deutschen insgesamt 4,5 Milliarden Euro für Käse ausgegeben. Jeder Deutsche verzehrt jährlich im Durchschnitt 24 Kilogramm Käse. Dabei liegen die Ostdeutschen noch vor den Westdeutschen. Die Hälfte des Käsekonsums entfällt auf Hartkäse. In der Beliebtheit führt unangefochten die Sorte Gouda vor Emmentaler und Mozzarella. Der Weichkäse Camembert landet auf dem achten Platz der Skala. ++ (ln(mgn/21.11.18 – 226)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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