Berlin, den 2.September 2026. Der genossenschaftlich organisierte Sektor kann eine ernstzunehmende Alternative des rein privatwirtschaftlich oder staatlich gesteuerten Wirtschaften sein, denn der Mensch ( das Mitglied ) steht in der Rechtsform Genossenschaft immer über den Kapitalinteressen. Interessante Beispiele dafür gibt es in Skandinavien und Südeuropa. Obwohl genossenschaftliche Aktivitäten in vielen Regionen weitgehend unsichtbar sind, zählen wir weltweit mehr als 1 Milliarde Genossenschaftsmitglieder.
Genossenschaften haben in Deutschland ein gutes Image und einen hohen Bekanntheitsgrad. Trotzdem wird die Rechtsform häufig auf Genossenschaftsbanken , Wohnungsgenossenschaften und ländliche Ezeuger- oder Absatzgenossenschaften reduziert.
Genossenschaften, weltweit als Kooperativen bezeichnet können aber deutlich mehr. Ein Beispiel dafür sind regional tätige Energiegenossenschaften, die inzwischen dazu beitragen die regionale Energieversorgung sicher zu stellen. Hierüber berichtet aktuell auch die Verbraucherzentrale.
Grundsätzlich sollte zwischen überregional tätigen Energiegenossenschaften wie z.B. der GreenPlanet eG (vormals Greenpeace Energy) oder der Prokon eG und regional tätigen Bürger-Energiegenossenschaften unterschieden werden.
Die Anzahl der der kleinen, häufig auch selbstorganisierten Energiegenossenschaften hat sich in Deutschland auf rund 1.100 erhöht. Nach Angaben des DGRV ( Genossenschafts- und Raiffeisenverband ) haben inzwischen 220.000 Mitglieder ca 3,6 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investiert.
Es handelt sich um viele kleinere lokale Projekt der Strom- und Wärmeerzeugung, Wind- und Solarenergie. Auch mit Biomasse lässt sich Energie und Wärme vor Ort produzieren.
Diese Energiegenossenschaften sind ein Zusammenschluss von natürlichen Personen aber auch von Unternehmen, die sich vor der eigenen Haustür an der Erzeugung erneuerbarer Energien zu beteiligen.



