Berlin, den 25.08.2026. Die Initiative „Genosssenschaft von unten“ protestiert gegen die Zwangsräumung in der Genossenschaft IDEAL in der Fuldastraße am 7.9.26, über die in taz und nd berichtet wurde.
Wir sind grundsätzlich gegen Zwangsräumungen in die Wohnungslosigkeit, denn Wohnen ist ein Menschenrecht. Wir stehen an der Seite der Betroffenen und der Initiative „Zwangsräumungen verhindern“.

Bisher haben Zwangsräumungen eher private Vermieter*innen und große Immobilienunternehmen durchgeführt. Es ist ein Skandal, dass dies nun offensichtlich auch von Wohnungsgenossenschaften praktiziert wird, die gemäß ihren Grundsätzen anders agieren sollten.
Im vorliegenden Fall wird eine schwer kranke Bewohnerin nach 25 Jahren in die Obdachlosigkeit zwangsgeräumt. Wir appellieren an Vorstand und Aufsichtsrat der IDEAL, wenigstens aus humanitären Gründen in diesem Fall auf eine Zwangsräumung zu verzichten!
Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier ein Genossenschaftsmitglied, das sich in der Vergangenheit kritisch mit Entscheidungen des Genossenschaftsvorstandes auseinandergesetzt hat, diszipliniert werden soll. Dies wäre ein fatales Signal für die innergenossenschaftliche Demokratie. Schon der Eindruck schüchtert ein und behindert eine offene Diskussion, zu der in der Demokratie auch Kritik gehört. Und dies schädigt auch in unverantwortlicherweise das Ansehen der Genossenschaften als Teil der zunehmend wichtigeren Gemeinwirtschaft in der Öffentlichkeit. Kritik darf kein Ausschluss- oder Zwangsräumungsgrund sein!
Link zu den Artikeln:
Wohnen – Drohende Zwangsräumung bei der Baugenossenschaft Ideal | nd-aktuell.de
https://taz.de/Proteste-gegen-Zwangsraeumung/!6205557/



