nd-Genossenschaft übt internationales Flair aus

Berlin, 13./14. Juni 2026 (geno) Die vor rund einem halben Jahrzehnt sich in die Rechtsform „Genossenschaft“ vor der Insolvenz rettende Tageszeitung „Neues Deutschland“ übt inzwischen Beispielwirkung – national und international – aus. Wie Uwe Sattler auf der 6. Generalversammlung der nd-Genossenschaft am Wochenende in Berlin mitteilte, gibt es in der Slowakei dringendes Interesse an den juristischen genossenschaftlichen Rahmenbedingungen des vor 80. Jahren gegründeten „Neuen Deutschland“. Das gehe aus einer vor einer Woche eingegangenen Nachfrage aus Bratislava hervor. In Kürze würden darüber direkte Gespräche geführt. Die nd-Genossenschaft unterhält bislang bereits enge kooperative Beziehungen nach Grossbritannien, Italien, Österreich, Frankreich, Luxemburg und Finnland. Partner seien linke Medien. 

Wie aus dem Bericht zur wirtschaftlichen Lage der nd-Genossenschaft hervorgeht, ist die Zahl der Mitglieder zum 31.12.2025 auf 1.341 leicht gestiegen. Die Finanzlage der Genossenschaft habe sich minimal verbessert, sei aber weiterhin kritisch. Im vergangenen Jahr sei ein bilanzieller Gewinn von 17.000 Euro erwirtschaftet worden. Damit habe erstmals in der Geschichte der Genossenschaft – nach drei Verlustjahren in Folge – ein Gewinn erzielt werden können. Gemäß eines Beschlusses der Generalversammlung sei die forcierte Digitalisierung der Werktagsausgabe der Zeitung geplant und zum  1. April 2026 umgesetzt worden. 

Zum Abschluss der diesjährigen Mitgliedervollversammlung wurden die gebürtige Neapolitanerin Antonella Muzzupappa und der erfahrene ostdeutsche Volkswirtschaftsexperte Rolf Sukowski neu in den Aufsichtsrat gewählt. 

Im Anschluss an die Generalversammlung fand ein Fest zum 80. Gründungsjubiläum der Zeitung im Innenhof des Verlagsgebäudes am Berliner Franz-Mehring-Platz statt. Das Medium war im April 1946 zunächst als Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) aus der Taufe gehoben worden. 

Ein Höhepunkt der Feier war der Auftritt des Ernst-Busch-Chores. Er interpretierte unter anderem das bekannte deutsche Volks- und Revolutionslied „Die Gedanken sind frei“. ++ (13.06.26 – 061)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27  

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