Delitzsch/Moskau, 8./9. Mai 2026 (geno) „Resilienz“ ist derzeit in aller Munde und hätte wohl beste Chancen, zum Wort des Jahres zu werden. Dem entzieht sich auch nicht die Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft und machte das Thema am Freitag zum Schwerpunkt seiner Jahrestagung. Zu dem diesjährigen 28. Delitzscher Gespräch war überraschenderweise ein Bundeswehrgeneral als einer der Hauptreferenten geladen. Der Mann aus der Spitzenriege der bundesdeutschen Generalität sprach zwar selbstbewusst, vermochte jedoch nur wenig Tiefgründiges und Substantielles zum Thema aufzubieten.
Olaf Rohde, Generalmajor des Heeres der Bundeswehr, Kommandeur des Ausbildungskommandos des Heeres in Leipzig, dessen Netzwerk die gesamte Bundesrepublik Deutschland überzieht, ergoss sich in vielerlei Allgemeinplätzen. Offensichtlich und verständlicherweise fiel es ihm schwer, den Zusammenhang zwischen Resilienz und Genossenschaftsbewegung intensiv darzulegen. Letztlich liefen seine Ausführungen darauf hinaus, Deutschlands aktuelle verteidigungspolitische Erfordernisse zu erläutern. Das gelang halbherzig und wenig leidenschaftlich. Kein Wunder, dass sich keine heftige Diskussion entspann. Das wäre wohl ganz anders gewesen, wenn die Kunde von der späteren Pressekonferenz Wladimir Putins nach der Parade zum Tag des Sieges in Moskau bereits durchgedrungen gewesen wäre. Russlands Präsident hatte nämlich den deutschen Alt-Bundeskanzler zum diplomatishen Vermittler in Sachen Ukraine-Krieg vorgeschlagen. ++ (re/mgn/08.05.26 – 053)
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