Schüler-Genossenschaften am Scheideweg

Dessau, 16. Mai 2022 (geno). Das künftige Schicksal der Genossenschaftsidee und ihrer praktischen Umsetzung hängt erkennbar immer deutlicher vom Verständnis und der Einsicht der kommenden Generationen ab. Dem folgend wird der Jugend die Gedankenwelt der Kooperation näher gebracht. Dazu sehen sich unterschiedliche Organisationen und Vereinigungen berufen. Wie das ganz konkret geschieht, kann die Weichen generell für die nächsten Jahrzehnte hinweg stellen. Schüler-Genossenschaften wurden inzwischen als geeignetes Instrument entdeckt. Sie stehen allerdings von Anfang an am Scheideweg. Es geht bei Schüler-Genossenschaften vor allem darum, die Chancen-Potentiale von „Kooperations-Modellen“ für eine attraktive Regionalentwicklung zugunsten der künftigen Erwerbstätigen zu nutzen. Diese Auffassung vertritt der in Dessau ansässige MMWCoopGo Bundesverband.

Kenntnisse über banal juristische Rechtsformen zu vermitteln, hält diese Organisation jedoch für zweitrangig, wenn es um bewusste Entscheidungen und die Heranbildung mündiger „Wirtschaftsbürger“ geht. Wichtiger sei es, „dass Schüler die Unterscheidung zwischen einer ‚konkurrierenden‘ und einer ‚kooperierenden‘ Wirtschaft praxisnah erfahren und erproben können.“ Rechtsformen spielten dabei nicht die entscheidende Rolle. Auch die Rechtsform „eingetragene Genossenschaft“ sei per se nicht dafür vorgesehen, in Bezug auf ihre „Innen- und Außenbeziehungen“ Werte zu integrieren, die beispielsweise sektorale, territoriale oder soziale Chancen mit unternehmerisch intelligentem Handeln verbinden. ++ (sg/mgn/16.05.22 – 072)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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