Datengenossenschaften noch im Nischendasein

Berlin, 9. Mai 2022 (geno). „Aktuell sind Datengenossenschaften ein Nischenphänomen, das nur vereinzelt und ohne reale Verhandlungsmacht gegenüber Plattformbetreibern getestet wird.“ Das schreibt der Soziologe Dominik Pietron von der Berliner Humboldt-Universität in der jüngsten Ausgabe des Periodikums „Luxemburg“. Allerdings würden auf europäischer Ebene erste rechtliche Schritte getan. „Als demokratischer Unterbau von öffentlichen Plattformen könnten sie jedoch ein vielversprechendes Einstiegsprojekt zu einer transformativen Politik jenseits des Marktes darstellen“, so der Forscher, der die Zukunftssysteme der Arbeit untersucht.

„Öffentliche Plattformen in Europa und weltweit werden auf diese Weise zum Ansatzpunkt für gesellschaftliche Kämpfe, die das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung mit einem sozialen Infrastrukturausbau verbinden und so das Prinzip der demokratischen Selbstverwaltung in das digitale Zeitalter übersetzen“, heißt es in dem Beitrag. ++ (dg/mgn/09.05.22 – 067)

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