Wohnungsgenossenschaft setzt Garagennutzer unter Druck

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Lauchhammer, 14. Dezember 2020 (geno). Seit Jahren schwelt im brandenburgischen Lauchhammer ein Streit zwischen der Wohnungsgenossenschaft Am Lauch und den Nutzern von Garagen auf einem zur Kooperative gelegenen Gelände. Die Nutzer bestehen auf ihrem Anspruch auf die 100 Garagen, die sie dort lange vor dem Jahr 1990 gebaut haben. Seitdem haben sie nach Ansicht der Wohnungsgenossenschaft als ehemalige Pächter kein Recht mehr darauf, die Garagen zu nutzen, obwohl viele von ihnen das weiterhin tun.

Die Auseinandersetzung spitzte sich im vergangenen Jahr zu, als die Genossenschaft einen Zaun um die Garagen errichtete. Als Eigentümer des Grundstücks ist die Genossenschaft nach den Worten ihres Vorstands Dirk Stiebeler für dessen Verkehrssicherheit zuständig. Es dürfe davon keine Gefahr ausgehen. Die Pächter hätten zudem die Genossenschaft schon ein Jahr hingehalten. Einer Einigung auf einen Pachtvertrag stehe im übrigen eine Bedingung der Genossenschaft im Wege. Die Pächter sollen für jede Garage eine Kaution in Höhe von 1.000 Euro zahlen. Die Nutzer lehnen das ab. Die Genossenschaft rechtfertigt ihr Verlangen damit, sich absichern zu müssen, falls die Garagen abzureißen sind. Die Stadt plane nämlich den Garagenkomplex in einen Park umzuwandeln. Dabei sollen Städtebaufördermittel eingesetzt werden. Eine solche Diskussion werde mit der Stadtverwaltung seit 2017 geführt. ++ (wg/mgn/14.12.20 – 164)

www.genonachrichten.de, e-mai: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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