Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen gemeinsam noch stärker

Am 8. September 2007 wurde die Landkreisbank durch eine Fusion (Verschmelzung) geschaffen.Wie viele kleine Raiffeisenbanken haben sich im Landkreis untergeordnet, um einen Zusammenschluß zu ermöglichen. Die Vorteile wurden in den höchsten Tönen gelobt. Was war man Stolz, trotzt großer Wehmut, die vielen kleinen damals noch selbständigen Raiffeisen-Ortsbanken zu einer Einheit auf Landkreisebene zu bewegen.

Am 04.05.2019 haben in einer Pressekonferenz die beiden Vorstände der Raiffeisenbank, Gerhard Meyer und Wilfried Wiedemann für das Jahr 2018 in einem Artikel „Gute Zahlen für Landkreisbank“ Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen profitiert vom Regional-Trend. Man konnte hier lesen,die Landkreisbank sei bestens aufgestellt und für die Zukunft gewappnet. Diese Pressemitteilung, sollte man kennen und durchlesen, sie erzeugt Kopfschütteln, weil hier kein einziger Punkt auf eine Notwendigkeit, auf eine Fusion mit einer anderen Raiffeisenbank hinzielt. Das Ergebnis der Landkreisbank ist trotz der Zinskrise so gut, dass eine Fusion überhaupt kein Thema ist. 26 Wochen später (23/24 Sept. 2019) eine Pressemitteilung, die aufschreckt: „Gemeinsam noch stärker“, die Raiffeisenbanken Weißenburg-Gunzenhausen und Roth-Schwabach wollen verschmelzen und haben schon wichtige Weichenstellungen vorgenommen, dazu hatte man sich wenige Wochen zuvor (im Juni 2019) getroffen und bereits gemauschelt. Die Eigentümer, die Mitglieder und Mitarbeiterwissen davon nichts, sie werden aus der Presse informiert. Tatsache ist, daß die Mitglieder einer Raiffeisen- oder Volksbank die Eigentümer der Bank sind? Den Mitgliedern gehört jedes Haus und Grundstück, jeder Vermögenswert, den die Bank besitzt, allen Mitgliedern und niemand sonst.

Größe und Stärke sind keine Garantie für eine erfolgreiche Zukunft. Je größer ein Institut wird, umso schneller geht die Nähe verloren. Es gibt doch für einen Ausbau und Erhalt unserer Landkreisbank viele Möglichkeiten nach dem Genossenschaftsrecht, um eigenständig zu bleiben.Die beiden Aufsichtsräte Willi Renner und Uwe Feser scheiden aus ihrem Amt aus. Sie können aber noch nach dem Umwandlungsgesetz (§ 25 UmwG) bis zu 5 Jahren für einen entstandenen Schaden mit ihren Privatvermögen in Haftung genommen werden, dies gilt ebenso für die Vorstände.

Laut Genossenschaftsgesetz § 1 Abs. 1 GenG und Satzung sind die Vorstände zum Förderauftrag verpflichtet, dass Vermögen ihrer Mitglieder zu vermehren. Was haben die Eigentümer der Bank, von einer Fusion davon? Welches Motiv haben die Vorstände? Wie hoch sind heute die Gehälter des einzelnen und wie hoch sind die Gehälter nach einer Fusion?

Bei Fusionsversammlungen wird kritiklos oft alles geglaubt was „von denen da vorne am Vorstandstisch“ erzählt wird und man kann nur hoffen, dass die Vertreterversammlung sich Gedanken darüber macht, ob es wirklich richtig ist, wenn Millionenbeträge einfach verschenkt werden, kein Mitglied z.B. bei Beschlußfassung über eine Fusion irgendeinen Anspruch auf diese Beträge erhebt, die teilweise bis zum 100-fachen des einzelnen Geschäftsanteils betragen können. Nach § 19 des Genossenschaftsgesetzes wird bestimmt, dass der Jahresgewinn an die Mitglieder zu verteilen ist.

Als Empfehlung an die Vertreterversammlung wäre eine Geheime Abstimmung einer offenen (per.Handzeichen) vorzuziehen. Die Entscheidungsträger sind befugt Vorstände und den Aufsichtsratzu entlassen, sie können eine Fusion stoppen, aussetzen oder zeitlich auf Eis legen. Ob diese Vertreter obrigkeitshörig und gutgläubig sind, wird sich in Zukunft herausstellen. Als Anmerkung: Seit November 2016 gehört die Genossenschaftsidee zum UNESCO- Kulturerbe– sie wurde in die “Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit” aufgenommen. Und für diese Idee trete ich ein und dafür bin ich schon mehr als 40 Jahre Mitglied. Klaus-Peter Seifert Gunzenhausen

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