Berlin, 30. April/1. Mai 2026, (geno) Berlins traditionsreiche Wohnungsgenossenschaften sind momentan ein schier irreparables Trümmerfeld. Diesen tiefen Eindruck hinterlässt eine Diskussionsveranstaltung in der Technischen Universität (TU) Berlin, zu der Studenten, Projektierungsbüros und genossenschaftliche Vereine wie das Schöneberger Genossenschaftsforum zu Wochenmitte eingeladen hatten.
Den entsprechend äußeren, sinnstiftenden Rahmen bot der Veranstaltungsort – das Institut für Archiektur der TU Berlin – , das am Vortag einen Brandschutztest nicht bestanden hatte, weswegen Toiletten und andere Entsorgungs- bzw. Versorgungstrakte nur eingeschränkt benutzbar waren. Dennoch gelang es den jungen Architekten und Bauingenieuren eindrucksvoll die Notlage der Berliner Wohnungsgenossenschaften drastisch zu verdeutlichen und ihre Kernbotschaft rüberzubringen. Sie besteht aus einem einzigen Hilfeschrei, der fast im Halse steckenbleibt, wenn nicht demnächst das Entlastungsventil der aufgestauten Wut geöffnet wird. Als Ursache der haarsträubenden Zustände rund um den genossenschaftlichen Wohnungsbau in der Bundeshauptstadt wurde die Berliner Verwaltung auf allen Ebenen identifiziert, die den genossenschaftlichen Wohnungsbau mit allen nur denkbaren Mitteln be- und verhindert. Als Rätsels Lösung wurde das „Trojanische Pferd“ identifiziert und ins Feld geführt. Die jungen und kompetenten Bautechniker, Planungsingenieure und Architekten sollen sich um die Arbeitsplätze und Stellen in den Berliner Bauverwaltung bewerben, um die dort offenbar erstarrten Strukturen personell und generell aufzulockern, zu entspannen und zu entkrampfen. In den Behörden und Ämtern fehle es derzeit eindeutig an engagierten Fachleuten, die Verantwortung übernehmen und bereit sind, für ihre Entscheidungen auch zu haften. ++ (bg/mgn/30.04.26 – 052)
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