Das Genossenschaftszeitalter bricht an

Itzehoe/Hamburg, 16. Februar 2026 (geno) In Deutschland bricht das Genossenschaftszeitalter an. Beste Beweise dafür – im Positiven wie im Negativen – liefert die im Norden der Bundesrepublik ansässige Prokon eG.

Angefangen hat alles mit der Idee der Firmengründer , die sich nach der Atomkatastrophe von Tschnernobyl 1986 Gedanken über eine sichere und nachhaltige Energieversorgung machten und 1995 die Prokon Energiessysteme GmbH gründeten. Aus dem Ingenieurbüro wird ein Entwickler eigener Windenergieprojekte. Die Idee, Bürger als Kapitalgeber zu gewinnen, ist bestechend und erfolgreich. Viele Menschen teilen die Grundüberzeugung, dass erneuerbaren Energien die Zukunft gehört. Im Jahr 2013 sind rund 75.000 Anleger über attraktiv verzinste Genussrechte an Prokon beteiligt. Dennoch kommt es 2014 zur Insolvenz. Doch viele Genussrechtsinhaber glauben fest an die Grundidee und stimmen im Juli 2015 in Hamburg mit übergroßer Mehrheit für das Genossenschaftsmodell. So wurde der Neubeginn möglich.

Mit 36.000 Mitgliedern aus dem Kreis der Gläubiger geht die neue Prokon eG vor zehn Jahren an den Start. Heute gehört Prokon zu den größten Energiegenossenschaften Europas. Die Genossenschaft ist in Deutschland, Polen, Finnland und Spanien aktiv. Rund 22.000 Stromkunden beziehen saubere Windenergie direkt vom Erzeuger.

Im Prinzip ist das Genossenschaftsmodell auf sämtliche in Turbulenzen geratene Unternehmen übertragbar. Zudem könnten zahlreiche Firmen, die einen Nachfolger an der Geschäftsspitze suchen, auf diese Lösung zurückgreifen. Es hätten so auch die seinerzeit binnen kürzester Zeit von der Treuhandanstalt verschleuderten und stillgelegten DDR-Betriebe mitsamt den Arbeitsplätzen gerettet werden können. ++ (pk/mgn/16.02.26 – 023)www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 & 26

PROKON eG
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