Bozen, den 27.10.2026. Die Ausrichtung des Südtiroler CoopBund für die kommenden fünf Jahre gliedert sich in sechs Schwerpunkte.
Der erste Punkt ist die Stärkung der Interessenvertretung der Genossenschaftsbewegung im öffentlichen Diskurs und in den Entscheidungsgremien, die über die Zukunft Südtirols befinden. „Wir müssen den wirtschaftlichen und sozialen Wert der Genossenschaft sichtbar machen und mit unserer Fachkompetenz und Erfahrung einen Beitrag zu den Entscheidungen leisten, die die Zukunft des Landes betreffen”, erklärt Vorständin Monica Devilli.
Der zweite Aspekt ist die Nähe zu den Mitgliedsgenossenschaften, wobei deren Bedürfnisse aufgenommen, sie in Veränderungsprozessen begleitet und unterstützt, der Austausch von Kompetenzen gefördert und gemeinsam Lösungen erarbeitet werden, wobei gleichzeitig die Eigenständigkeit und die besondere Ausrichtung einer jeden Genossenschaft gewahrt werden.
Der dritte Punkt betrifft die Fähigkeit zur Vernetzung – sowohl zwischen den Genossenschaften als auch mit den anderen Akteuren im Land, also mit Institutionen, Nonprofit-Bereich, sozialen Organisationen und der Wirtschaft – um gemeinsam Antworten auf die laufenden Veränderungen zu entwickeln.

Der vierte Schwerpunkt ist der Generationenwechsel, der als eine der wichtigsten Herausforderungen des Jahrzehnts gilt. Ziel ist es, junge Menschen nicht nur als Mitglieder oder Mitarbeitende einzubinden, sondern ihnen echten Gestaltungsspielraum und Verantwortung zu geben. „Junge Menschen einzubeziehen bedeutet auch, offen für Veränderungen zu sein. Es reicht nicht, sie dazu aufzufordern, unseren Organisationen beizutreten. Wir müssen ihnen die Möglichkeit geben, diese aktiv mitzugestalten”, betont Devilli. Parallel dazu soll das Engagement gestärkt werden, Frauen in verantwortungsvolle Positionen einzubinden.
Der fünfte Schwerpunkt gilt den Sozialgenossenschaften, die mehr als die Hälfte der Mitgliedsgenossenschaften ausmachen und rund 80 % der Südtiroler Sozialgenossenschaften vertreten. Ein Schatz an Fachkompetenz und Erfahrung, den Coopbund gezielt nutzen will, um einen Beitrag zur Bewältigung der neuen gesellschaftlichen Herausforderungen im Land zu leisten.
Der sechste und letzte Schwerpunkt betrifft die Entwicklung der Bürgergenossenschaften – ein wachsendes Modell, das vor Ort entsteht und gemeinsam getragene Antworten auf die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaften entwickelt.



