Brückentage: ICA Generalversammlung Panama 2026

Brüssel, den 5.10.26. Frieden bedeutet mehr, als nur die Abwesenheit von Konflikten. Genossenschaften spielen eine entscheidende Rolle beim Aufbau harmonischer Gemeinschaften in einer von wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Herausforderungen geprägten Welt. Dies waren die vorherrschenden Botschaften, die auf der ICA-Weltkonferenz und Generalversammlung vom 13. bis 18 September in Panama. Die Vielfalt der Genossenschaftsbewegung wurde durch mehr als 1.100 Menschen aus rund 80 Ländern repräsentiert. Die Konferenz stand unter dem Motto „Brücken bauen”. Beiträge der Genossenschaften für eine friedliche Welt”

Die Woche umfasste die ICA-Generalversammlung mit Wahlen, die Verabschiedung der Panama-Erklärung sowie die Veröffentlichung eines Policy-Brief-Berichts. Dieser soll aufzeigen, wie Genossenschaften als unverzichtbare Partner dazu beitragen, dass die Welt jedes der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen erreicht. Ein weiteres Highlight war dieVorstellung der ICA-Kommunikations Strategie 2026–2030. 

Im Rahmen des Weltkongresses kamen Politiker, namhafte Persönlichkeiten sowie Genossenschaftspraktiker, Führungskräfte und Wissenschaftler aus aller Welt zu Wort. Von Beginn an zog sich das Thema Frieden und die Frage, wie Genossenschaften die Grundlagen für friedliche Verhältnisse schaffen können, wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Untermalt wurde dieses Thema durch Videobotschaften der indischen Entwicklungsökonomin Jayati Ghosh und des tunesischen Menschenrechtsaktivisten und Friedensnobelpreisträgers Ahmed Ben Tahar Galai.
„Die Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, lassen sich nicht durch rein nationalistische Ansätze lösen. Sie erfordern Zusammenarbeit”, sagte Ghosh. „Wir müssen uns von einer pessimistischen Sichtweise auf die Welt lösen und stattdessen anerkennen, dass sie nach wie vor Möglichkeiten birgt und dass wir durch Zusammenarbeit tatsächlich ein besseres Ergebnis für alle erreichen können.“

Ariel Guarco, der Präsident der ICA, wies darauf hin, dass die Brücke der Amerikas als Konferenzlogo gewählt wurde, da sich Genossenschaften stark mit der Idee von Brücken identifizieren – insbesondere in einer Zeit, die von Anspannung, Gewalt und Konflikten geprägt ist. „Frieden bleibt die größte Herausforderung unserer Zeit“, sagte er. „Hinter jedem Konflikt stehen Menschen, hinter jeder Vertreibung steht eine Geschichte. Genossenschaften haben hier die Chance, Frieden zu schaffen, indem wir uns fragen, welche Wirtschaft, welche Demokratie und welche Gesellschaft wir aufbauen wollen.“

In ihrer Grundsatzrede zitierte Bjørg Sandkjær, die stellvertretende Generalsekretärin für politische Koordinierung in der Abteilung für Wirtschaft und Soziales (DESA) der Vereinten Nationen, den UN-Generalsekretär António Guterres: „Frieden ist niemals passiv; Frieden ist harte Arbeit, und Frieden ist Handeln.“


Sandkjær hob hervor, dass sich die Vereinten Nationen seit mehr als 80 Jahren für die Förderung sozialer Rechte und die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit einsetzen. „Diese Arbeit wurzelt in der Überzeugung, dass Sicherheit, Entwicklung und Menschenwürde untrennbar mit dauerhaftem Frieden verbunden sind“, sagte sie und fügte hinzu: „Frieden kann dort nicht existieren, wo Ausgrenzung vorherrscht, und Entwicklung kann dort nicht gedeihen, wo Konflikte Chancen zerstören.“ Die Vereinten Nationen legen deshalb zunehmend Wert auf Prävention und die Bekämpfung der Konfliktursachen. Zusammenarbeit (in Genossenschaften) sei keine wirtschaftliche Nischenaktivität, sondern ein wichtiges Modell, um diese Herausforderungen anzugehen. 

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.
Es wurden keine Ergebnisse gefunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.