Berlin, 15./16. Juli 2026 (geno) Die Tagesnachrichten vom Mittwoch blasen es lauthals mit ungewöhnlicher Penetranz in die Welt: In der Liste der vom deutschen „Entlastungskabinett“ beschlossenen Maßnahmen steht „weniger Bürokratie für Genossenschaften“.
Die hektische Suche nach Einzelheiten zu dieser sensationellen Neuigkeit ist bislang erfolglos geblieben. Dürftige und seriöse Ergänzungen liefert lediglich Handwerkspräsident Jörg Dittrich in einem Rundfunkinterview. Allerdings fällt das Stichwort „Genossenschaften“ gar nicht.
Der Phantasie sollten jedoch keinerlei Grenzen gesetzt sein, um sich den Rest zu denken und ergänzen. Die „Rheinische Post“ tut dies und berichtet: „Das zweite sogenannte Entlastungskabinett billigte am Mittwoch eine weitere Liste von Maßnahmen zum Abbau von Vorschriften mit einem Entlastungsvolumen von rund 600 Millionen Euro, berichtete der zuständige Minister für Digitales und Staatsmodernisierung, Karsten Wildberger. Zusammen mit den seit November 2025 beschlossenen Maßnahmen summierten sich die Entlastungen dann auf einen Gegenwert von 10,4 Milliarden Euro pro Jahr“. Genaueres und konkretes ist nicht zu erfahren. Eine Tiefenprüfung lässt nur erahnen, dass es sich um weniger Papierkrieg rund um die Berichts- und Prüfungspflichten genossenschaftlicher Vorstände und Aufsichtsräte handeln könnte. Die vorläufige Recherche endet bei einem Vereins- und Stiftungszentrum, Das unter der Titulatur „Gut zu wissen“ Ratschläge beispielsweise zur Entlastung genossenschaftlicher Vorstände erteilt. Eine echte beraterische Sackgasse. (sk/mgn/16.07.26 – 068) ++
www.genonachrichten.de, e-mail. mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel 0176 / 26 00 60 27



