Dritte Säule der Genossenschaftsbewegung bröckelt

Delitzsch, 29. Juni 2026 (geno) Neben der Selbsthilfe und der Selbstverantwortung ist die Selbstverwaltung die dritte lebenswichtige Säule der Genossenschaftsbewegung. So sollte es zumindest sein. Allerdings gerät dieses tragende Element ins Wanken. Es bröckelt, weil die Kenntnis über die Selbstverwaltung in den Genossenschaften und ihren Mitgliedern schwindet, sofern sie überhaupt vorhanden war und ist. Sie zerrinnt in einem oberflächlichen kunterbunten Treiben oft bei alljährlichen Hoffestivitäten mit Kaffee und Kuchen oder beim Branch nach Generalversammlungen bzw. Vertreterversammlungen. Das belegen die genossenschaftlichen Zusammenkünfte, die gerade jetzt vor dem Internationalen Genossenschaftstag gehäuft stattfinden. 

Um die ernsthaften Hintergründe des Genossenschaftsprinzips nicht untergehen zu lassen, empfiehlt sich der Blick rechts und links im gesellschaftlichen Spektrum, das ebenfalls die Selbstverwaltung zum Fundament seines Wirkens und seiner Existenz zählt. Dazu gehören die Kirchen, die Krankenkassen und die Rentenversicherung. Sogar die Kommunale Selbstverwaltung bietet Gewinne an Einsichten. Um Parallelen zu erkennen und Lerneffekte zu erzielen, sollten die Genossenschaften in sich gehen und auch mutige neue Lösungen zu finden. Ein intensiver Dialog mit den genannten Organisationen empfiehlt sich. ++ (sv/mgn/29.06.26 – 063)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn) tel. 0176 / 26 00 60 27

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.
Es wurden keine Ergebnisse gefunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.