London, 21. April 2026 (geno) „Das System kann reformiert werden.“ So lautet die Essenz des gerade in Deutschland erschienenen Buches des amerikanischen Wirtschaftsjournalisten John Cassidy. Das Werk unter dem Titel „Der Kapitalismus und seine Kritiker“ wird von einem Rezensenten des Deutschlandfunks am Dienstag als historischer Laborbericht bezeichnet.
Zu den Erkenntnissen dieses Buches gehöre es, dass es in der Kapitalismuskritik bis heute rote Fäden gibt. Dazu gehöre die Nähe zwischen Macht und Kapital, die in Zeiten des Tech-Kapitalismus nur allzu bekannt ist. Aber auch die Erkenntnis, dass die Kritik am Kapitalismus sehr oft eine feministische Ebene hat. Dafür stehe Anna Wheeler, die schon im 19. Jahrhundert die Emanzipation der Frauen mit ihren Ideen genossenschaftlicher Gemeinschaften zusammendachte, wie sie William Thompson als Gegenentwurf zum Kapitalismus der Industrialisierung vertrat.
„Dass auch weniger bekannte Namen wie Wheeler und Thompson zu Wort kommen, ist ein weiterer Gewinn des Buches, So lernt man nicht nur Neues, sondern entdeckt auch, wie viele Alternativen zum Kapitalismus gedacht worden sind. Am Ende steht eine zentrale Einsicht – unabhängig von der eigenen Position: Kapitalismus ist veränderbar.“ ++ (wt/mgn/21.04.26 – 047)
www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion:Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27



