Erfurt, 18. Februar 2026 (geno). Hartnäckige Nachfragen von Bürgern nach dem rechtlichen Status der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften der Ex-DDR (LPG) werden in Permanenz von den zuständigen Behörden abgewiegelt, verniedlicht oder ganz ignoriert.
Das jüngste Beispiel liefert der Freistaat Thüringen. Dessen Bürger Helmut Rudolph, der seit Jahren und Jahrzehnten die „Dritte Enteignung der Bauern“ im Osten beklagt, bekommt vom Petitionsausschuss des Thüringer Landtages die lapidare Antwort, dass seine ursprüngliche Beschwerde unter einem neuen Aktenzeichen bearbeitet wird. Dazu werde das Petitionsverfahren E 37/25 in das Petitionsverfahren E-44/26 umgetauft und wohl als völlige neue Anfrage behandelt. Um den administrativen Sumpf etwas aufzuklären, fragte die Redaktion GenoNachrichten beim Petitionsausschuss des Thüringer Landtages nach und erhielt von einem Mitarbeiter (*) am Mittwoch die Antwort, wegen eines Wasserschadens sei an diesem Tag niemand von dieser Behörde zu erreichen.
In anderer Angelegenheit, jedoch zeitgleich, versuchte Rudolph Kontakt mit dem Erfurter Oberbürgermeister aufzunehmen. Ihm wurde mitgeteilt: “Die Stadtverwaltung Erfurt ist eine sehr große Verwaltung, bitte haben Sie daher Verständnis, dass immer fachbereichsbezogen geprüft und geantwortet werden muss.“ Das spricht für sich und bedarf keines weiteren Kommentars. ++ (ef/mgn/18.02.26 – 025) (*) Der Name des Mitarbeiters liegt der Redaktion vor.
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