Frauen in Genossenschaften unterbelichtet

Göttingen, 20. Februar 2024 (geno). Die Beteiligung von Frauen an und in der Genossenschaftsbewegung ist bislang wenig dokumentiert. Auf eine schillernde Facette dieses Aspekts genossenschaftlicher Aktivitäten weist der Göttinger Historiker Uwe Spiekermann hin. Es handele sich um ein bemerkenswertes Printmedium namens „Frauen-Genossenschaftsblatt“, das in den Jahren 1902 bis 1907 erschienen ist. Herausgeber war die Genossenschaftsgesellschaft Deutscher Consumvereine. Nach den Worten von Spiekermann besaß das Frauen Genossenschaftsblatt „eine klare, jede Ausgabe prägende Struktur und ein einheitliches Erscheinungsbild. Die Zeitschrift war illustriert, doch keine Illustrierte.“

In einem Fachbeitrag des „GIZ-Magazins“ beschreibt Dr. Silvia Lolli Gallowski die feminine, oft unterbelichtete Seite der Genossenschaftsbewegung folgendermaßen: „Als Arbeitskräfte für die Genossenschaften waren Frauen schon früher toleriert, dann kriegsbedingt auch angestellt. Doch erst in der Wirtschaftswunder-Zeit konnten sie sich als unverzichtbare und qualifizierte Mitarbeiterinnen in den genossenschaftlichen Betrieben etablieren. Ein echter beruflicher Aufstieg blieb dennoch lange die Ausnahme.“ ++ (fr/mgn/20.02.24 – 027)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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