Bioenergiedörfer in genossenschaftlichem Zenit

Treuenbrietzen/Marburg-Biedenkopf, 10. Oktober 2022 (geno). Die Bürger ländlicher Regionen begreifen in wachsendem Maße, dass die Energieversorgung ihrer Häuser, Gehöfte und Anwesen in Zukunft auch dezentral erfolgen kann. Dies auf genossenschaftlicher Basis zu tun, erweist sich zunehmender Beliebtheit, weil es eben unschlagbar preiswert ist. Darüber berichtete die Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ kürzlich und erläutert eindrucksvolle Beispiele aus Feldheim in Brandenburg und aus dem Bundesland Hessen.

Zu lesen ist: „Die Abkehr von Erdgas und Heizöl ist auch im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf gefragt. Die Idee der Bioenergiedörfer gewinne in der Region spürbar mehr Anhänger, sagt der Vorstandsvorsitzende der Energiedorf Oberrosphe eG, Hans-Jochen Henkel. In dem Ort entstand vor 15 Jahren eines der ersten Bioenergiedörfer in Hessen. Ein Biomasseheizwerk wird mit Holzhackschnitzel betrieben, zudem gibt es sechs Fotovoltaikanlagen. An das örtliche Wärmenetz der Gemeinde seien rund 160 der insgesamt 230 Haushalte angeschlossen, sagt Henkel.“ Inzwischen gebe es im Landkreis Marburg-Biedenkopf 15 Bioenergiedörfer und die Zahl steige im kommenden Jahr auf 18.

Nach Angaben der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die dem Bundesagrarministerium zuzuordnen ist, gibt es in Deutschland 170 solcher Bioenergiedörfer. Ihre Zahl könne in Wirklichkeit sogar noch höher liegen. Die erzielbaren Effekte zeigt das brandenburgische Dörfchen Feldheim bei Treuenbrietzen. Dort zahlen die Bewohner nur 7,5 Cent pro Kilowattstunde Wärme und um die 12 Cent pro Kilowattstunde Strom. „Teures Erdgas oder Heizöl spielen für Feldheim keine Rolle“, teilt „Der Tagesspiegel“ lakonisch mit. Feldheim und Oberrosphe erweisen sich als wegweisend für eine zukunftsträchtige Lösung einer unabhängigen und dezentralen Energieversorgung. ++ (ts/mgn/10.10.22 – )

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel- 0176 / 26 00 60 27

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