SoLaWi widerspiegelt Genossenschaftsprinzipien immer deutlicher

Hamburg/Bad Dürkheim/Leipzig, 18. August 2022 (geno). Das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) gewinnt zunehmend an Interesse und Zulauf. So formuliert es ein dementsprechendes Netzwerk in einer aktuellen Pressemitteilung und lädt zugleich zu einem Seminar der nachhaltigen Landwirtschaft nach Leipzig vom 9. bis 10. September ein.

Bei einer sogenannten „Solawi“ handele es sich meist um Zusammenschlüsse und Kooperationen zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und Gruppen privater Haushalte. Die jährlichen Betriebskosten einer Solawi werden vorausschauend geplant, transparent gemacht und anschließend durch Kostenbeiträge von Solawi-Mitgliedern verbindlich vorfinanziert – meist bezogen auf ein Anbaujahr, heißt es in der Medien-Information. Dazu entschieden die Verbraucher und Erzeuger in Solawis regelmäßig gemeinsam, was und wie prodizizert wird. Anstatt die landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu bepreisen und an Kunden zu verkaufen, entkoppele das Solawi-Prinzip die Wertschöpfung von Kommerzialisierung und Gewinnorientierung. Die Ernte werde wöchentlich unter den Mitgliedern aufgeteilt.

Weiter heißt es in dem Text: „Die in Solawis gelebten Werte, die sich primär an den Interessen und Bedürfnissen der Mitglieder, den verschiedenen Anspruchsgruppen, demokratischen Strukturen, Transparenz, Teilhabe und geteilter Verantwortung orientieren, überschneiden sich in hohem Maße mit den Prinzipien von Genossenschaften. Deshalb können die allermeisten Solawis in Deutschland als an genossenschaftlich orientierte Organisationen angesehen werden, unabhängig von ihrer tatsächlichen Rechtsform.“ Die Potentiale der Genossenschaft würden im Solawi-Kontext immer sichtbarer und viele Menschen mutiger bei ihren Entscheidungen, auch größer gedachte Solawi-Geschäftsbetriebe aufzubauen. Eine Genossenschaft gewährleiste von Beginn an eine aktive Teilnahme am Wirtschaftsleben, besonders wenn zusätzlich genossenschaftliches Eigentum – beispielsweise Land oder Maschinen – erworben werden soll. Praktisches Wissen über Neugründungen sowie einzelne Schritte vom Konzept bis zur Eintragung einer Genossenschaft seien jedoch bis heute nur wenig verbreitet. Dazu diene das Leipziger Seminar. Es sollen Gründungshilfen und -werkzeuge vermittelt werden. ++ (sw/mgn/18.08.22 – 124)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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