Baskische Genossenschaften stark an Kulturfest beteiligt – Nie tributpflicht gegenüber kastilischer Krone

Bilbao/Berlin, 24. September 2018 (geno). Baskische Genossenschaften waren am Wochenende bei einem großen Kulturfest ihrer Region im Herzen Berlins stark beteiligt. Zu ihnen gehörte die Kooperative Artzai Gazta aus Idiazabal, die sehr beliebte Käsesorten aus Schafsmilch herstellt. Bodegas Itsasmendi aus Gernika präsentierte den auffällig oft schwarze und rote Baskenmützen tragenden Teilnehmern gut temperierte und markant schmeckende Weine. Der Ausschank fand auch unter den deutschen Gästen großen Anklang. Wie die Vorsitzende des Deutsch-Baskischen Kulturvereins, Ainhoa Anorga Osa, betonte, zeigt das Festival, dass auch kleine und mittlere Genossenschaften das Leben in der autonomen Provinz im Nordwesten Spaniens prägen. Außerhalb von Spanien ist meist nur der genossenschaftliche, global tätige Industriegigant Mondragon bekannt, der in diesem Jahr sein 60jähriges Gründungsjubiläum begeht. Er ist mit seinen 120.000 Mitarbeitern die größte Produktionsgenossenschaft der Welt. 

Das besonders günstige Klima für kooperatives Wirtschaften im Baskenland beschreibt der Autor Raul Zelik unter dem Titel “Das baskische Labyrinth” in einem Radio-Feuilleton so: “Die Bevölkerung wurde spät christianisiert und war gegenüber der kastilischen Krone nie tributpflichtig. Der Feudalismus konnte sich hier – ähnlich wie in der Schweiz – nie richtig etablieren. Das Baskenland ist aber nicht nur historisch ein Sonderfall: Nirgendwo sonst in Europa sind soziale Bewegungen so stark und vielfältig wie hier. Vor allem die Anhänger der Unabhängigkeitsbewegung sind in unzähligen Projekten organisiert – in Gewerkschaftsgruppen, selbstverwalteten Jugendzentren, Nachbarschaftsverbänden, Umweltorganisationen.” ++ (ba/mgn/24.09.18 – 190)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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