Ärztegenossen lehnen Einheitsversicherung ab – Genossenschaftstochter „mediageno“ in neuem Gewand

Stuttgart/Berlin, 25. Januar 2018 (geno). Ein einheitliches Gebührensystem würde in Deutschland nicht zu schnelleren Facharztterminen und kürzeren Wartezeiten führen, dagegen der ambulanten Versorgung bundesweit zwölf Milliarden Euro entziehen. Das erklärte zu Wochenmitte der Vorstandsvorsitzende von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner, zu den aktuellen Debatten um eine einheitliche Honorierung der Ärzte. „Die Benachteiligung gesetzlich Versicherter bei der Terminvergabe in einzelnen Bereichen ist eine Folge jahrzehntelanger Budgets“. Sie existiere, weil die niedergelassenen Ärzte nicht alle behandelten Fälle bezahlt bekommen und ihr Budget deswegen oft schon lange vor Quartalsende aufgebraucht ist. Dieser Zustand würde sich bei einer einheitlichen Gebührenordnung noch deutlich verschärfen.

Um ihre politischen und standespolitischen Ziele zu bündeln und breit zu artikulieren, haben die Ärztegenossenschaft Nord  (ÄG Nord) und MEDI Deutschland im März 2013 die MEDI GENO Deutschland gegründet. Inzwischen gehören zu dem Netzwerk auch die Ärztegenossenschaft Nordwest sowie die MEDI-Verbände in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, HessenMed und der Landesverbund Praxisnetze Nordrhein-Westfalen. Damit vertritt MEDI GENO etwa 17.000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten. Es ist eines der größten deutschen Ärztenetze.

Um ihre Standpunkte auch regional in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und zu diversifizieren, entwickeln die Verbundmitglieder auch eigene mediale Aktivitäten. So hat die ÄG Nord vor wenigen Wochen ihre Genossenschaftstochter „mediageno“ in ein neues Gewand gekleidet und deren Website völlig  überarbeitet. „Die neue Seite ist klar strukturiert und bringt auch die alten Hasen bei der Ärztegenossenschaft zum Staunen,“ heißt es. Auf dem neuen Blog der „Mediagonen“ werde auch aus deren reichem Erfahrungsschatz geplaudert. Zudem soll die Arbeitsweise transparenter gemacht werden. Nach Aussage von Mitarbeiterin Birgit Barth ist das Angebot in vielen Bereichen günstiger als das anderer Anbieter. Das bedeute keinesfalls, dass man schlechter ist. „Im Gegenteil: Als Teil der Genossenschaft stehen wir bei einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis für Qualität.“ ++ (äg/mgn/25.01.18 – 019)

http://www.genonachrichten.wordpress.com, http://www.genossenschaftsnachrichten.wordpress.com, http://www.genossenschaftswelt.de, e-mail: mg@genonachrichten.de Redaktion: Matthias Günkel (mg)

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