Brüssel/Bullay den 4. Mai. 2026. Die Internationale Genossenschaftsallianz ICA hat heute (4. Mai) das Thema für den Internationalen Tag der Genossenschaften (CoopsDay) 2026 bekannt gegeben: „Genossenschaften für eine friedliche Welt“. Das Thema spiegelt nicht nur die einzigartige Fähigkeit des Genossenschaftsmodells wider, Menschen zusammenzubringen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und friedliche, inklusive Gesellschaften zu fördern, sondern ist auch ein gemeinsamer Aufruf der globalen Genossenschaftsbewegung, aktiv zum Frieden beizutragen.

In diesem Sinne unterstreicht das Thema die Rolle von Genossenschaften als Brückenbauer, die Gemeinschaften zusammenbringen, den Dialog fördern und die Erholung und Widerstandsfähigkeit in einer zunehmend fragmentierten Welt stärken
Die Ankündigung erfolgt zwei Monate vor dem CoopsDay 2026, der dieses Jahr auf den 4. Juli fällt. Der Internationale Tag der Genossenschaften wird seit 1923 von der internationalen Genossenschaftsbewegung begangen und wurde 1995 von den Vereinten Nationen offiziell ausgerufen, um die Rolle von Genossenschaften für wirtschaftliche Entwicklung, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit hervorzuheben und dabei ein auf den Menschen zentriertes Modell in den Vordergrund zu stellen.
Zudem steht das Thema im Einklang mit dem Leitmotiv der ICA-Weltkonferenz 2026. Brücken bauen: Beiträge der Genossenschaften für eine friedliche Welt. In einer Zeit, in der viele Regionen der Welt von Konflikten, sozialer Spaltung, zunehmender Ungleichheit, wirtschaftlicher Unsicherheit und schwindendem Vertrauen geprägt sind, wächst der Bedarf, Brücken zu bauen und Ansätze zu fördern, die den Zusammenhalt stärken und Verbindungen zwischen den Gesellschaften wiederherstellen. Auf der im September in Panama stattfindenden Konferenz wird untersucht, welchen Beitrag Genossenschaften zum Frieden leisten, indem sie Brücken zwischen Menschen, Gemeinschaften und Ideen schlagen und inklusive Räume für Partizipation schaffen.
Die Genossenschaftsbewegung wird aufgefordert, ihr Engagement zu vertiefen und Maßnahmen zu verstärken, die friedliche und inklusive Gesellschaften fördern.
Jeroen Douglas, ICA-Generaldirektor, sagte: „Genossenschaften tragen seit langem nicht nur zur Konfliktvermeidung bei, sondern auch zur Förderung von Gerechtigkeit, Inklusion und Vertrauen – den wesentlichen Grundlagen des positiven Friedens. Über Sektoren und Regionen hinweg tragen Genossenschaften zu friedlichen Gesellschaften bei, indem sie lokale Wirtschaftssysteme stärken, den Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen erweitern, demokratische Teilhabe fördern, Chancen für alle schaffen und Vertrauen und Solidarität stärken.“ Nach Johan Galtung ist positiver Frieden deutlich mehr als die Abwesenheit von struktureller und kultureller Gewalt, es geht um Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit.
Das Thema steht auch in engem Zusammenhang mit dem Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen), und die ICA und COPAC erarbeiten derzeit einen Policy Brief, um den Beitrag von Genossenschaften zur Friedenskonsolidierung als Teil der IYC2025 SDG-Policy-Brief-Reihe hervorzuheben.



