Jagdgenossen gehen von der Pacht- zur Eigenregiejagd über

Erfurt/Düsseldorf, 31. März 2026 (geno) Das Wild nimmt in Deutschland überhand. Gerade jetzt im Frühjahr zupft und rupft es dermaßen an den jungen Trieben der Bäume, dass den Waldbesitzern angst und bange wird um den Baumnachwuchs. Bislang waren sie zusammengeschlossen gemeinsam mit den Grund- und Waldeigentümern in Jagdgenossenschaften. Die hatten dafür zu sorgen Jagdpächter zu finden, die regelmäßig auf die Pirsch gehen, um dem Wildfraß Einhalt zu gebieten. Das waren Jäger, die sich per Pachtvertrag verpflichteten, gemäß festgelegter „Abschusspläne“ den Wildbestand nicht in unüberschaubare Höhen sprießen zu lassen, damit Hasen, Rehe und Wildschweine nicht Wälder, Wiesen und Äcker leerfressen. 

Die Nachfrage nach solcherart Pachtverträgen sinkt jedoch. Das Jagdfieber ist im Keller. Das Interesse, auf die Jagd zu gehen, lässt spürbar nach. Dennoch muss gehandelt werden. Die Alternative ist die sogenannte Jagd in Eigenregie, Eigenbewirtschaftung und Selbstnutzung. Viele Großwaldbesitzer haben schon vor etlichen Jahren erkannt, das eine Bejagung ihrer Wälder durch das eigene Personal und sogenannte Begehungsscheininhaber langfristig rentabler ist als die Verpachtung der Jagd.“ ,schreibt die Fachzeitschrift „Waldökologie heute“ in ihrer jüngsten Ausgabe.  In diesen Wäldern könne man heute an den artenreichen Naturverjüngungen sehen, dass die Jagd in Eigenregie zielführend ist. Sichtbar werde das beispielsweise an den Revieren der Hatzfeldt-Wildenburg‘schen Verwaltung in Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Thüringen.

 Ähnlich erfolgreich sei das 2017 in Nordrhein-Westfalen gegründete „Netzwerk Vorbildliche Rehwildreviere“ gewesen. Auch dort finde man hervorragende Waldverjüngungen vor. „Fast alle Betriebe waren erst nach der Umstellung der Jagd von Jagdpacht auf Regiejagd erfolgreich. ++ (jg/mgn/31.03.26 – 037)

www.genonachrichten.de, E-Mail: mg@genhrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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