Wolfsburg,den 3.03.2026.(geno). Die Volksbank BraWo (Braunschweig-Wolfsburg) eG steht Ende 2025/Anfang 2026 unter Druck. Als Grund gelten hohe Risiken im Immobiliensektor, im Beteiligungsgeschäft und die Krise bei Volkswagen. Medienberichte über eine Restrukturierung durch den Genoverband unter „Aufsicht“ des „Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken“ (BVR) sorgen für Unruhe. Ausführlich berichtete das „Handelsblatt“ vor wenigen Tagen.
Seltsamkeiten en mas lassen staunen: die Bank habe mehr als 400 Tochterfirmen – darunter Fitnesstudios, Restaurants und Villen auf Mallorca. Anscheinend finanziert die Genossenschaftsbank Gewerbeimmobilien und beteiligt sich dann als Gesellschafter an den geschäftlichen Aktivitäten ihrer Mieter. Vielleicht gibt es aus diesem Grund noch nicht einmal einen Konzernabschluss für 2024. Die Bank gelte selbst in dem an Kuriositäten nicht unbedingt armen Genossenschaftssektor als Ausnahmerscheinung. All das beschäftige die ganze Organisation, wird ein Genossenschaftsbanker zitiert. Innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe wird derzeit unter dem Leitgedanken „Geno Next Level“ daran gearbeitet, Risiken früher zu erkennen und Institute rechtzeitig zu begleiten. So entsteht für Außenstehende leicht der Eindruck die Immobilienholding der BraWo sei ganz plötzlich im BVR-Verbund aufgetaucht – oder die Grenzen des Wachstums seien nun endgültig erreicht. ++ (bw/mgn/02.0326 – 032)
www.genonachichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27




1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort
Sehr geehrte Autoren und liebe Leser,
da es offensichtlich immer weitere Fälle von Schwierigkeiten oder Problemen oder gar Stützungen gibt und vermutlich noch geben wird, stellt sich doch irgendwann die Frage, ob wir in diesem Bereich der Genossenschaften nur einen Fehler im System haben oder das gesamte System ein Fehler ist?