Reizvolle Aussichten für Genossenschaften in „Liberland“

Belgrad/Zagreb, 6. Januar 2026 (geno) Reizvolle Aussichten haben Genossenschaften in der „Freien Republik Liberland“ auf dem Balkan. Wie der Deutschlandfunk am Dienstag berichtet übt der souveräne Staat, der sich auf einer Donauhalbinsel zwischen Kroatien und Serbien über sieben Quadratkilometer erstreckt, eine ungeheure globale Anziehungskraft aus. Es gebe rund 800.000 Bewerbungen aus aller Herren Länder, um die Staatsbürgerschaft von Liberland zu erlangen. 

Am 20. Januar findet der „Liberland-Tag“ statt. Es wird sich ein großer Besucherstrom, der Näheres über die Verfassunggebende Republik mit Elementen direkter Demokratie und unmittelbarem bürgerlichen Engagement erkunden will, balkanwärts ergießen.

Kein konventioneller Staat –weder der kroatische noch der serbische – betrachtet Liberland als sein Territorium. So entstand aus dem Niemandsland die Idee des utopischen Verwaltungsgebildes namens „Gornja Siga“, mit seinem Gründer, dem Tschechen Vit Jedlicka an der Spitze – mit Regierung, Flagge und Nationalhymne. „Wir überführen liberale Ideen in die Praxis“, zitiert der Deutschlandfunk den Justizminister des im Jahr 2015 gebildeten Staates, der nur mit freiwilligen Steuern, minimaler Bürokratie und digitalen Systemen existiert. Dass das gelingt, dürfte nicht unrealistisch sein, zumal mit Kroatien und Serbien ehemalige Bundesländer der Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ) Jugoslawiens die Nachbarschaft bilden. Sie haben unter Josip Broz Tito noch während des „Kalten Krieges“ enorme Erfahrungen mit Genossenschaften, Arbeiterräten und selbstverwalteten Betrieben und Organisationen gemacht. Solche Erfahrungen wiegen schwer. ++ (fl/mgn/06.01.26 – 003)

www.genonachrichten.de, e-mail: mg@genonachrichten.de, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), tel. 0176 / 26 00 60 27

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